Über TROPENFIEBER II 


Folge 1:
"Logbuch Bounty"
 


Folge 2:
"Vorstoß am Orinoco"
 


Folge 3:
"Wagnis im Dschungel"
 



- Intro Folge 2 -
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Folge 1: Logbuch Bounty - Das Rätsel der Meuterei
Erstausstrahlung: Sonntag, 9. September 2007, 19.30 Uhr , ZDF


Eine dreiteilige Filmreihe von Petra Höfer und Freddie Röckenhaus

Kamera: Axel Petrovan
Schnitt: Jörg Wegner
Mitarbeit: Svenja Mandel, Francesca D`Amicis, Friederike Schmidt-Voigt, Oliver Briac
Producer vor Ort (Australien / Tahiti): Leo Wery

Redaktion: Friederike Haedecke, ZDF

Drehorte: Broken Bay (Australien), Tahiti / Moorea (Französisch Polynesien), Adelaide (Sydney)

Produktion: colourFIELD im Auftrag des ZDF

1787 startet die "HMS Bounty" auf eine Reise, die bis heute zu den berühmtesten in der Geschichte der Seefahrt zählt. Captain William Bligh, 33 Jahre alt, hat sich zuvor als Navigator unter dem berühmten Entdecker James Cook einen Namen gemacht. Sein jetziger Auftrag klingt zunächst wenig aufregend: Die Bounty soll auf Tahiti Brotfruchtpflanzen sammeln und in die Karibik befördern. Die britische Krone will die Pflanze als billiges Nahrungsmittel für die dortigen Sklaven einsetzen. Tatsächlich erfüllt die Mannschaft der Bounty ihre Aufgabe zunächst reibungslos, der monatelange Aufenthalt auf Tahiti hat für die Matrosen fast paradiesische Züge. Doch auf der Weiterfahrt kommt es am 28. April 1789 zur Katastrophe. Unter Führung Fletcher Christians meutert die Mannschaft und setzt den Kapitän mit wenigen Getreuen in einem Beiboot aus. In einer nie da gewesenen nautischen Meisterleistung navigiert der Kapitän die Schaluppe fast 4000 Seemeilen nach Timor im heutigen Indonesien. Einen Großteil der Meuterer verschlägt es nach einer Irrfahrt auf die Insel Pitcairn, wo sie das Schiff versenken. Ihre Nachfahren leben noch heute dort.

Fünfmal wurde der Stoff verfilmt, allein dreimal von Hollywood. Doch alle Verfilmungen verfälschten die wahren Geschehnisse auf der Bounty. Der Matrosen peitschende Tyrann, als der auf der Leinwand meist erscheint, war William Bligh nicht. Vielmehr galt er seinerzeit als besonders menschenfreundlicher und humaner Kapitän, der auf die Gesundheit seiner Mannschaft achtete. Sein berühmt gewordener Gegenspieler Fletcher Christian war - so belegen neuere Forschungen - ein psychisch überaus labiler Mensch, der sich dem nur wenig älteren Bligh nicht unterordnen wollte. Der lange Aufenthalt auf Tahiti hatte in den Männern die Sehnsucht nach süßem Nichtstun geweckt. Blighs Versuche, die Disziplin aufrecht zu erhalten, waren vergebens. Ein aufsehenerregender Prozess in England sollte die Geschehnisse nach Blighs Rückkehr klären. Die Angehörigen der Meuterer taten das ihrige, um den Ruf ihrer Verwandten zu retten. Bereits hier begann die Legendenbildung um die Helden der Bounty, die sich gegen die Unterdrückung erhoben.

Aber was geschah wirklich in jener schwülheißen tropischen Nacht zum 28. April? Bis heute liegen William Blighs Logbücher von der Bounty in der Mitchell Library im australischen Sydney. Der Forscher Antony Zammit hat bei der Restaurierung der beiden Bände Entdeckungen gemacht, die den Ablauf der Geschichte in einem neuen Licht erscheinen lassen. Eine Geschichte von Verrat und Fälschung, von Pflichterfüllung und Versuchung und vom Traum von einem besseren Leben.

ZDF Expedition: Logbuch Bounty - Das Rätsel der Meuterei
(Tropenfieber 1/3)

http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/12/5473211,00.html


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Fotos:
Petra Höfer
Freddie Röckenhaus
Bard Canning