Über TROPENFIEBER 


Folge 1:
"Die Eroberung des Amazonas"
 


Folge 2:
"Mission Südland"
 


Folge 3:
"Im Land der Kopfjäger"
 



- Intro Amazonas -
QuickTime Movie
 


Credits 


Pressestimmen 


Folge 2: Mission Südland
Erstausstrahlung: Sonntag,14. September 2003, 19.30 Uhr, ZDF

Eine dreiteilige Filmreihe von Petra Höfer und Freddie Röckenhaus

Kamera (Spielhandlung): Johannes Imdahl
Kamera (Reportage): Thomas Schäfer
Schnitt: Jörg Wegner
Regieassistenz: Claus Ruegner
Producer Tahiti: Pacific Promotion, Leo Wery
Producer Australien: Gisela Kaufmann
Producer Australien / Papua Neu-Guinea: Lilliana Gibbs

Redaktion: Alexander Hesse

Drehorte: Tahiti,Moorea (Franz. Polynesien),Broken Bay (Australien), Bougainville (Papua-Neuguinea)

Produktion: colourFIELD tell-a-vision

Als Louis-Antoine de Bougainville 1766 von Nantes in Frankreich mit dem Expeditionsschiff "La Boudeuse" aufbrach, hatte der gelernte Mathematiker und Diplomat den festen Vorsatz, als einer der ersten Menschen die Welt zu umsegeln. Noch immer war nicht überall akzeptiert, daß die Welt eine Kugel sei. Als Bougainville am 5. April 1768 Tahiti entdeckte, war dies die Rettung vor dem sicheren Tod. Und für den schöngeistigen Bougainville ein Wendepunkt in seinem Denken. Tahiti war für Bougainville und seine ausgehungerten Männer nichts weniger als das wiederentdeckte Paradies auf Erden. Das Schlaraffenland von Tahiti und die Freizügigkeit der Sexualität im immerwährenden Sommer der Südsee verdrehten dem Franzosen den Kopf. Erst als der Häuptling der Tahitianer den Gästen verständlich machte, daß seine Gastfreundschaft nicht auf Dauer gelte, kehrte Bougainville zu europäischem Pflichtenbewußtsein zurück.

Die Weiterreise durch die völlig unbekannten Atolle, Riffe und Untiefen der Südsee freilich schickte Bougainville und seine Mannschaft erneut in höchste Gefahren. Unter paradiesischer Sonne quälten Hunger und Skorbut die Franzosen. Und stündlich mußten sie auf den unberechenbaren, gänzlich unkannten Korallenriffs mit dem Leckschlagen ihres Schiffes rechnen. Am Great Barrier Reef drehte Bougainville entnervt nach Norden ab – er wäre sonst als Entdecker Australiens in die Geschichte eingegangen. So aber blieb Bougainville nur der sanfte Nachruhm, einer der beliebtesten Blumen, den Bougainvilleen, seinen Namen gegeben zu haben.

Im Jahr 2003 verdient der Franzose Teva Sylvain, geboren in Papeete, der geschäftigen Hauptstadt von Tahiti, sein Geld mit Fotos von halbnackten Insulanerinnen vor Postkarten-Kulisse. Sylvains Fotos sind überall, an jedem Kiosk und auf jedem Zuckerwürfel im Cafe. Seit die französischen Truppen aus Polynesien weitgehend abgezogen sind, gehen die Geschäfte mit den harmlosen Fotos im Evaskostüm nicht mehr so gut, aber das Leben im Paradies ist Sylvain geblieben.

Auf der Insel Bougainville, die nach dem Entdecker benannt ist, und die zu Papua-Neuguinea gehört, herrschte dagegen mehr als zehn Jahre Bürgerkrieg. Noch immer ist der Ausnahmezustand verhängt. Der Streit um die gigantische Gold- und Kupfermine Panguna hat die Zentralregierung, einheimische Landbesitzer, Tagelöhner und die ausländischen Minen-Betreiber in eine blutige Auseinandersetzung getrieben, bei der mindestens 10.000 Menschen getötet wurden – zehn Prozent der Inselbevölkerung. Viele Tausende mußten fliehen. So auch Surei Stevenson. Die Kamera begleitet sie bei ihrer Rückkehr in die einstige deutsche Kolonie Bougainville, die nach 15 Jahren des wirtschaftlichen Stillstands fast überall in einen paradiesischen Zustand zurück versetzt scheint. Außer dort, wo die Guerillas ihr Territorium zäh verteidigen.
 
 










Fotos:
Petra Höfer
Freddie Röckenhaus
Marcus Holzner
Claus Ruegner