| | SERVICE "Der kleine SNOB / Le petit SNOB" - Folge 6 14.Dezember 2002, 16.45 Uhr auf ARTE Sportmode-Couturier Rainer Engel:
In Monaco, der Steueroase mit Mittelmeerklima und Yachthafen, lebt und arbeitet der Sportmode-Couturier Rainer Engel. Früher war der gebürtige Franke Chef-Designer für Sportmode-Konzerne wie Adidas, Ellesse oder Head. Seit 17 Jahren aber entwirft er seine eigenen Kollektionen. Engels Luxuslinie "High Society " macht im Winter selbst in St. Moritz, Lech oder Klosters Furore, nicht nur mit seinem bisher teuersten Modell, einem Skioverall mit Goldpailetten und Diamanten besetzt - für, damals, rund 150.000 DM. Die Stoffe, die Rainer Engel braucht, werden vor allem von Spezialisten in Italien oder der Schweiz entwickelt. Der 1868 gegründete Textilmulti Schoeller etwa entwickelt im Heidiland nicht nur Spezialstoffe gegen Schweißflecken und Temperaturschwankungen, sondern inzwischen auch gegen Schlaflosigkeit und Neurodermitis. Eines Tages, so glaubt man hier, werden Stoffe die Herzfrequenz beeinflussen und auf Gefahren reagieren können - etwa den Träger abfedern, wenn er fällt. Stoffe mit integriertem GPS-System oder automatisierter Vitamin-Zufuhr sind zwar noch Zukunftsmusik, aber mit wetterfesten Beschichtungen ist man schon ziemlich weit. Schoeller versorgt die Giganten der Sportmode mit dem richtigen Stoff - von Colmar über Puma bis zu K2. Oder Rainer Engel. Und was die Sportmode-Designer heute verarbeiten, kopieren ein Jahr später die Coutouriers in Paris und Mailand. Das gilt vielleicht auch für einen Stoff, der ursprünglich aus der Benzinfiltration stammt - mit 25 Gramm pro Quadratmeter ein Hauch von nichts. Der neuste Schoeller-Clou gilt als größte Revolution seit Goretex. Ob Bogner oder Samsonite, Prada oder Ziener, alle wollen Schoellers "Klima-Kontrolle " aus der Weltraumforschung, ein Mikrokapsel-Gewebe, daß Wärme speichert und an den Träger abgibt, wenn der im Lift friert. Das versprechen zumindest Tests im Labor. Doch nicht immer hält die Praxis, was das Labor verspricht: Seit der Erfindung des Goretex etwa müßten Schnee und Regen außen abperlen, Schweiß dagegen problemlos nach außen verdunsten können. Das Abperlen funktioniert, das Abschwitzen hat aber so seine Tücken - und da hilft dann doch nur das gute alte Reissverschluss-aufmachen und so die Wärme nach aussen lassen.
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Ding von Übermorgen: Der Duschkopf Aqua-Energiseur
Der Zusammenhang zwischen Duschkopf und Luftverschmutzung liegt nicht wirklich auf der Hand. Doch es gibt ihn tatsächlich: Luft enthält neben neutralen Molekülen positive oder negative Ionen, die unser Wohlbefinden beeinflussen. In dreckiger Großstadt-Luft schwirren jede Menge positiver Ionen, Meeresluft dagegen enthält mehr negative Kollegen. Und die tun offenbar gut. Der Duschkopf mit dem schicken Namen Aqua-Energiseur macht aus dem langweiligen Duschstrahl einen Regen von Mikrotröpfchen - ähnlich der Meeresgischt. Das reichert die Luft im Bad um bis zu 280% mit negativen Ionen an. Und macht den Duschvorgang zum Strandurlaub für Nase und Lunge.
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Kraut der Woche: Bohnenkraut
Das Bohnenkraut, unser Kraut der Woche, ist eine Cousine von Oregano und Thymian und stammt aus dem östlichen Mittelmeer und der Schwarzmeerregion. Heute wird es in ganz Europa, vor allem in Frankreich angebaut. Seit den Freßgelagen des Mittelalters reicht man die pfefferartig scharfen Blättchen zu Hülsenfrüchten - um Blähungen zu lindern. Es paßt aber auch zu Eintöpfen und Fleisch, Kartoffeln und Kohl, Tomaten und Aal, Wild und Pilzen, Essiggemüse und eingelegten Gurken.
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Buchtipp: "Die Fitness- und Energieküche mit Kräutern", Ursula Braun-Bernhart, Mosaik Verlag München, 2001, ISBN: 3-576-11538-2 "Falken Lexikon der Gewürze", Ulrike Bültjer, Falken Verlag, 1998, ISBN: 3-8068-4980-3
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Weingut Rosemount: Jahrelang kümmerten sich die Winzer der Neuen Welt nur um eines: die Größe ihres Betriebs. Vor allem in Australien und Kalifornien entstanden immer riesigere Konglomerate mit gigantischen Umsätzen. Kleine Winzer wurden geschluckt. Selbst Rosemount, der größte Familienbetrieb down under, trat im letzten Jahr der Southcorp-Gruppe bei, wobei Der börsennotierte Mischkonzern schmückt sich mit einer Reihe von Edelwinzern und gilt als größter Weinbergsbesitzer der Welt.
Seit dem letzten Jahr aber haben die Oatleys Teile ihres Familien-Imperiums an den börsennotierten Mischkonzern "Southcorp " abgegeben - genau wie der kalifornische Wein-Superstar Mondavi. Southcorp schmückt sich mit einer ganzen Reihe von Edelwinzern und gilt als größter Weinbergs-Besitzer der Welt. Die Oatleys behalten zwar die Kontrolle über "Rosemount ", versprechen sich aber einen besseren Vertrieb ihrer Weine - vor allem in Amerika und Europa. Erst seit ein paar Jahren räumen Weingüter aus der Neuen Welt internationale Auszeichnungen ab. Und Wein-Gurus entdeckten downunder plötzlich fein komponierte Cuvées. Rosemount wurde bereits 1999 in den USA zum Weingut des Jahres gewählt, in London feierte man sie als "Winemaker of the Year " - auch wenn das Weingut im Hunter Valley eher an eine Chemie-Anlage erinnert als an ein romantisches Chateau. Nach einem Ranking des Wirtschaftsmagazins Capital rangierten die Oatleys im letzten Jahr auf Platz 84 der hundert besten Weingüter der Welt. Die teuerste Flasche Rosemount aber kostet unter 80 Euro. Der Preis, bekennt man im Hunter Valley, stehe eh in keiner eindeutiger Relation zu Qualität eines Weines, denn auch billiger Wein könne von großartiger Qualität sein. Billig und schlecht sei nicht unbedingt dasselbe.
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Buchtipp:
Snob appeal: Link: www.vuitton.com
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