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"Der kleine SNOB / Le petit SNOB" - Folge 12
  17.Mai 2003, 16.45 Uhr auf ARTE


Beitrag 1 Borsalino::

Einst gehörte der Borsalino zur Stammeskleidung des eleganten Herrn: Humphrey Bogart reiste eigens aus Hollywood nach Alessandria, westlich von Turin - um hier sein Lieblingsmodell aus Naturbiberhaar zu erstehen. Cary Grant, Delon und Belmondo waren bekennende Borsalino-Träger, ebenso wie Ronald Reagan und Gorbatschow. Dabei hatte Giuseppe Borsalino 1857 seine Hutfabrik nur deshalb eröffnet, weil Mama gespottet hatte: "Werde doch Hutmacher, dann wirst Du wenigstens merken, daß der Mensch einen Kopf hat." 1910 wurde der erste Borsalino-Laden eröffnet. Der heutige Geschäftsleiter Angelo Dolci ist seit 40 Jahren von Hüten umgeben. Die Kunden merken es kaum, aber in dieser Zeit hat sich einiges geändert. Borsalino ist nicht mehr in Familienbesitz, aber immerhin noch in italienischer Hand. Nach wie vor wird der Filz mit Haifischhaut geschliffen, bis sich das Kaninchenhaar wie Seide anfühlt. Nach wie vor braucht man 7 Wochen und 42 Arbeitsschritte, um einen Hut zu fertigen - die meisten davon in Handarbeit.

Link:
www.borsalino.com


Kraut der Woche:

Majoran, unser Kraut der Woche, gehört zu den 30 Unter-Arten der Gattung Origanum. Gerebelt oder geschnitten macht Majoran fette Speisen bekömmlich. Getrocknet und gemahlen hat er leider kaum noch Würzkraft. Er verträgt sich mit Zwiebeln, Knoblauch oder Bohnenkraut. Aber nie mit Oregano - ein kleiner Streit unter Verwandten.

Buchtipp:
"Das grosse Lexikon der Heilpflanzen" , Andrew Chevallier, Dorling Kindersley Verlag GmbH, 2001, ISBN: 3-8310-0167-7

"Die Fitness- und Energieküche mit Kräutern", Ursula Braun-Bernhart, Mosaik Verlag München, 2001, ISBN: 3-576-11538-2

"Falken Lexikon der Gewürze", Ulrike Bültjer, Falken Verlag, 1998, ISBN: 3-8068-4980-3

Link:
www.kraeutermaerchen.de


Im Snobcheck:

Mit Oleg Popov, Clown-Legende aus Moskau. Der König der Spaßmacher tourt als "Akrobat Schön" mit dem russischen Staatszirkus. Und ist berühmt für seine sanften Späße.

Link:
www.ruscircus.com


Beitrag 2 Polstermöbel::

Einen ordentlichen Teil seiner Lebenszeit verbringt der Mensch auf dem Sofa. Ob beim Fernsehabend auf dem eigenen oder Zu-Gast-sitzend auf fremden Polstermöbeln, eins lernt die gepflegte Couch-Kartoffel schnell: es gibt Sofas, die sehen gut aus. Und dann gibt es welche, auf denen kann man sogar gut sitzen. Und das noch Jahre nach dem Kauf. Verunsichert Sofa-Käufer suchen Zuflucht bei Marken wie Cor - einer Möbelfabrik im ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück, 1955 gegründet vom örtlichen Fürsten zu Bentheim-Tecklenburg und Möbelmacher Leo Lübke. Cor Möbel stehen heute in deutschen Botschaften in aller Welt, in Luxushotels und VIP-Lounges. Bei Cor werden Sofas noch heute überwiegend in Handarbeit gemacht. Sie sollen - bei entsprechender Pflege - 20 Jahre halten, so zumindest die Zielvorgabe. Gerade bei Bezugsstoffen verläßt sich Cor auf die Belastungstests der Zulieferer. Die müssen zum Beispiel nachweisen, daß ihre Stoffe mindestens 15.000 sogenannte Scheuertouren aushalten. Reibetest stellen sicher, daß der Stoff nicht "peelt", d.h. Faserknöllchen bildet. Je teurer übrigens ein Lederbezug, desto empfindlicher ist er oft. Denn erstklassiges, weiches Leder wird mit weniger Chemikalien imprägniert. Ob in Mega-Möbelmärkten oder Design-Geschäften - gute Polstermöbel sind schwer zu finden. Generell gilt: je schwerer ein Sofa, desto höher die Qualität. Das gilt sowohl für den Rahmen als auch für die Polsterkissen. Nähte und Tackerungen sollten gleichmäßig und sauber sein. Und: Hohe Preise bedeuten leider keineswegs hohe Qualität.

Links:
www.moebel-tipps.de
www.cor.de
www.dgm-moebel.de
www.stiftung-warentest.de

Buchtipp:
Stiftung Warentest - Ratgeber Möbelkauf, ISBN 3-931908-53-4
erschienen: Januar 2001

"Clever Möbel kaufen. Wie man beim Möbelkaufen richtig hinlangt und viel Geld spart."
Heinz G. Günther, Günther Net Publishing, 2002, ISBN 3-9807393-9-2










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