ARCHIV - "Der kleine SNOB / Le petit SNOB"


20. September 2003, 16.45 Uhr auf ARTE
Die Themen:

Der Kaviar unter den Salzen - das "Fleur de Sel" (zu deutsch: die "Salzblume) - kommt von der Südküste Portugals, aus der Algarve . Hier in Ria Formosa liegen die Salinen von Senhor Ruis Dias , und das bereits seit 5 Generationen. Auch wenn er das edelste, handgeschöpfte aller Meersalze produziert, kann er doch nicht davon leben und verdient sein Geld als Bauingenieur. Der gebürtige Bremer Hans Nico Böer lebt seit langem an der Algarve und müht sich um professionellere Vermarktung des Edelsalzes . Wer einmal Fleur de Sel probiert hat, so behauptet Böer, lässt kein anderes Salz mehr an seine Zunge. In den Salinen entsteht ein naturbelassenes Meersalz . Sowohl Mediziner als auch Köche rühmen, dass es einen besonders geringen Anteil an Natriumchlorid hat. Nämlich nur 95 bis 97 Prozent. Der Rest, die sogenannte "Salzmutter", enthält besonders gesunde und lebenswichtige Mineralspuren - etwa Calcium, Selen oder Jod. Industrielle Salze dagegen werden gewaschen und bestehen danach aus mindestens 98 % Natriumchlorid. Dazu kommen künstlichen Beigaben, wie etwa Rieselhilfen, damit der Hausfrau auch ja nicht der Salzstreuer verklebt.

Unser Kraut der Woche: Lorbeer . In öliger Form hilft es zum Beispiel bei Verstauchungen und Quetschungen . Doch nicht nur für die geplagten Glieder kann es eine Linderung sein, sondern soll auch gegen Appetitlosigkeit und einer schlechten Verdauung helfen. Und auch als Konservierungsmittel , etwa beim Einlegen von Gurken tut Lorbeer sein Bestes.

Im Snob appeal dieses Mal etwas für den Kindergarten-SNOB . Die Silbermanufaktur Jezler , aus dem schweizerischen Schaffhausen hat mal so richtig aufgetischt und ihr Sortiment um ein Produkt erweiter. In einer edlen Box aus Buchenholz werden für den Jung-SNOB Becher, Gabel und Löffel aus massivem 925er Sterling Silber geliefert. Zu haben ist das Set für 314 Euro - na dann guten Appetit.

Der Snob-Check - Dieses Mal mit Fotograf Oliviero Toscani , weltbekannt durch die umstrittenen Benetton-Kampagnen. Seine provozierenden Bilder werden in Museen ebenso bewundert wie in Modezeitschriften.

Hin und Weg heute aus Portofino , dem wohl mondänsten Örtchen Italiens. Und hoch darüber Italiens berühmtestes Hotel: das Splendido . Wer hier am Pool nach frischen Handtüchern verlangt, hat einen Eintrittspreis von mindestens 500 Euro fürs Zimmer gezahl. Die Hotel-Halle ist ebenso wenig atembraubend, wie es die eigentlich viel zu kleinen Zimmer sind. Aber von Grace Kelly bis Richard Burton, von Bogart bis Garbo - hat sich kaum ein Hollywood-Held getraut, Italien zu besuchen und nicht im Splendido abzusteigen.

Keine Frage: Die Form triumphiert in unseren hohlen Zeiten über den Inhalt. In Frankfurt am Main hat ein wahrer Verpackungskünstler das Geschenke-Einpacken zum Lebensinhalt gemacht. In seinem 1987 eröffneten Laden verpackt der frühere Marketing Manager, Wolfgang "Packo" Jansen , inzwischen zwischen 30 und 100 Geschenken am Tag. Leichte Tüllstoffe, Maulbeerbaumrinde aus Asien, glitzernde Folien aus England, bedrucktes Papier aus Italien und Amerika - Jansen hat mittlerweile sogar in drei Büchern sein Wissen über Falttechnik und Schleifenmachen für die Nachwelt verewigt. Ob nun Gutscheine, Schmuck oder sogar Flugzeuge, Packo Jansen verpackt einfach Alles - nun ja fast Alles, Tiere oder andere lebende Wesen möchte der Verackungskünstler nicht künstlich umhüllen.

Das Ding von Übermorgen : Die erste Internet-Hifi-Anlage fürs Wohnzimmer, kann per DSL Anschluss ins Netz - das schließlich zigtausend Musikdateien aufweisen kann. Der schlaue Kasten durchforstet den Cyberspace nach Online-Radios oder Musikarchiven und meldet auf dem Display stets brav was er findet. Natürlich spielt unser Ding von Übermorgen auch jede unserer guten, alten CDs.

Unser kleiner Stilberater, Wolfgang Joop , gibt uns Anmerkungen zu dem Thema: "Klassiker" .









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