ARCHIV - "Der kleine SNOB / Le petit SNOB"


16. August 2003, 16.45 Uhr auf ARTE
Die Themen:

Die Duftbranche boomt und daher werden die Blüten der hundertblättrigen Rose aus der Provence - Zentifolia - heute in Frankreich, Bulgarien oder Marokko tonnenweise zu Parfum verarbeitet. In der südfranzösischen Dufthochburg Grasse werden die wohlriechenden Blüten angebaut, gezüchtet und in die ganze Welt exportiert. Die Gebrüder Mul züchten seit 15 Jahren Zentifollia-Rosen, exklusiv für den Chanel-Duft "No. 5". Rund 220.000 Rosen - rund 400 Kilo Blütenblätter - pflücken die Muls für ein einziges Kilo Wachsartiger Essenz. Doch gepflückt wird nur in der 3-wöchigen Blütezeit im Mai und nur zwischen 7 und 9 Uhr morgens. Dann nämlich sind die Rosen, die am frühen Morgen am intensivsten duften, schon von der Sonne geweckt aber noch nicht ermüdet. Parfumanalytiker wie Josef Limacher oder Meisterparfümeur Alberto Morillas, richten genau in diesen Morgenstunden beschichtete Nadeln, im Auftrag des Schweizer Duft-Produzenten Firmenich, eine Stunde lang genau auf den Stempel der Blüte um den Duft der Zentifolia einzufangen. Diese duftende Beute kommt dann mit in ein Genfer Labor, wo mit Duftdetektoren versucht wird dem magischen Moment des "Riechens an einer einer echten Blüte" auf die Schlliche zu kommen um irgendwann in der Lage zu sein den Duft genau reproduzieren zu können. Nur halten bzw. durften wird er wahrscheinlich trotz Allem nicht so lange wie die natürliche Essenz. Ach ja, nicht nur wohlriechende Gerüche werden zum Kreieren eines Parfums benutzt, und so kann es schon mal vorkommen, dass Gerüche wie "zerquetschte Wanze", Erbrochenes oder von sehr schweren Käsesorten auf den Tischen der Meisterparfumeure und Parfümanalytiker landen.

Im SNOB Appeal: Ein lebensnotwendiges Zubehör für elegante Raucher. Mit der Streichholz-Schachtel aus Wurzelholz - inklusiver 18 karätiger Golddekoration - von dem Pfeifenproduzenten Del Grano aus Parma, kann der hartgesottene Raucher nun noch mehr Geld zu blauem Dunst verpuffen lassen. Schließlich kostet das Schächtelchen ein kleines Vermögen: 1400 Euro.

Unser Kraut der Woche stammt aus Südamerika und wurde nach der nordbrasilianischen Provinz Pará benannt: die Parakresse. Diese tropische Kresse soll gegen Zahnschmerzen helfen und das Immunsystem anfeuern. Brasilianische Indios vertrauen der Parakresse sogar im Bezug auf die Malaria-Prohylaxe.

In unserem Snob check steht dieses Mal Starviolinistin Anne-Sophie Mutter Rede und Antwort zu unserem Fragebogen.

Was der Ferrari für den autofahrenden Snob, sind Riva Boote für den exklusiven Bootsmann. In Samico am Lago d´Iseo baut die Riva Dynastie seit 1842 Boote für Fischer. Carlo Riva tischlerte 1949 das erste Mahagoni-Boot für Freizeitkapitäne. Damals ahnte noch niemand etwas von dem Holzboot-Kult um die Edelholz-Nußschalen zu Wasser. Bisher verließen 4000 Mahagonie-Jachten die Riva-Werft - die letzte 1996. Hans-Joachim Berndt, riva club Mitbegründer, weiß was die Luxus Spielzeuge, abgesehen von den stolzen Preisen zwischen 40.000 und 400.000 Euro, so unvergleichbar macht. Da sind z.B. die Motoren, die Sportwagen locker hinter sich lassen, die Proportionen, die geschwungenen Linien, und nicht zuletzt dann vielleicht doch die Zugehörigkeit zur "first class".
Das Ding von übermorgen: Die kleinste GPS Uhr der Welt, meldet jedem Abenteurer wo er gerade steckt und zwar genau bis auf den exakten Längen- und Breitengrad, sowie die entsprechenden Höhenmeter. Also egal ob auf dem K2, dem Mount Everest oder im Wäldchen um die Ecke, verloren geht hiermit keiner mehr.

Unser kleiner Stilberater, Stardesigner Wolfgang Joop, gibt uns dieses Mal Anmerkungen zu "Sexy Kleidung".









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