ARCHIV - "Der kleine SNOB / Le petit SNOB"


21. Juni 2003, 16.45 Uhr auf ARTE
Die Themen:

Auf der Dehesa San Francisco, einem 700 Hektar großen Naturreservat im Hochland Andalusiens sind die iberischen Schweine die wichtigsten Bewohner. Hier leben die dunklen Schlappohr-Schweine nach ökologischen Richtlinien - landen bei aller Liebe letztendlich aber doch auf allen Tellern der Welt. Mischfutter ist ihnen eigentlich ein Greul, daher begeben sie sich lieber selber auf Futtersuche. Bis zu dem Gewicht von 100 Kilo sind es wahre Sportlerschweine - weiß Ulrike Nücker, Agragwissenschaftlerin auf der Dehesa. Im Herbst aber, wenn Leckereien aus den örtlichen Eichenbäumen fallen, vergessen die Schweine ihre Figur und schwelgen in 10 Kilo Eicheln - natürlich am Tag. Daher hat der Delikatess-Schinken Jamón Ibérico auch sein Aroma. Seit Generationen wird der Schinken der Schweine im südwesten Spaniens hoch geschätzt - selten ist er unter 12 Euro für 100 Gramm zu haben. Ernestine Lüdeke, Geschäftsführerin der Dehesa San Francisco, hat sich in Andalusien ihren Öko-Traum verwirklicht und züchtet seit 10 Jahren iberische Schweinchen unter ökologischem Siegel. Aber auch das schönste Schweineleben ist hier gleich nach der Eichelmast zu Ende - schließlich braucht der Schinken noch etwa 3 Jahre bis er endgültig fertig und gereift ist.


Unser Kraut der Woche, ein Verwandter des Wermuts, ist seit Jahrhunderten als sagenumwobenes Heilkraut bekannt. Schon römische Zenturios sollen, um ihre Fußsohlen gesund zu halten, ihre Sandalen mit Beifuß ausgelegt haben. Heute landet Beifuß anstatt in römischen Sandalen eher in fetten, üppigen Speisen zur Anregung der Verdauung. Das herbe, gelegentlich auch bitter schmeckende Kraut erntet man am besten Anfang August.

Unser SNOB appeal befreit mit leichtem Schlag die Luft von jeglichen brummenden Insekten. Die Designer-Fliegenklatsche, entworfen von dem dänischen Fliegenklatschen-Designers Erik Bagger aus Fibersträngen, mit einem Griff aus rostfreiem Stahl bringt für 45 Euro jedes fliegende Insekt zur Strecke. Und das direkt in der Luft ohne unangenehme Spuren auf Möbeln oder Wänden zu hinterlassen.

Im Snob-Check steht und dieses Mal Georgio Armani, Mode-Zar aus Mailand, Rede und Antwort zu unserem Fragebogen.

Wahre Weinkenner wissen, dass es für jeden Wein auch das passende Weinglas gibt. Denn die Form ist es, die den Duft und den Geschmack des Trauben-Endproduktes beeinflußt. Sommelier Weltmeister Marcus del Monegro hat den russischen Präsidenten ebenso beraten wie die Lufthansa oder Tengelmann und weiß alles über optimale Partygläser oder den Rollrand von billigen Gläsern aus Pressglas - bei denen der Wein erst eine Schwelle überwinden muß um überhaupt in den Mund des Genießers zu gelangen. Auch Glasfabrikant Georg Ridel, kennt alle Feinde des Weines. Die österreiche Glasfabrig Riedel in Kufstein, gilt als erfolgreichste Spezialglas-Produktion der Welt. 12 Millionen Gläser werden hier im Jahr gefertigt, 4 Millionen davon mundgeblasen. Wir erfahren alles über das obere Drittel eines Weinglases - den sogenannten Duftkamin, warum man einen 10 Euro Wein auch aus einem 10 Euro Glas trinken kann und warum gute Weingläser garantiert nicht in dieSpülmaschine gehören.

Das Ding von übermorgen:
Die preisgekrönte Mitdenk-Lampe "9Lite" aus dem Hause i.light hat für jede Stimmungslage das passende Licht. Schnödes Deckenfluter-Licht ist hier nicht angesagt. Bei der interaktiven Lichtquelle können acht bunte Scheiben, wie bei einem Schiebepuzzle, je nach Lust un Laune auf der lampen-Oberfläche hin und her geschoben werden.

Im kleinen Stilberater gewährt uns Star-Designer Wolfgang Joop dieses Mal Einblicke und Anmerkungen zu dem Thema "Accessoires".









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