ARCHIV - "Der kleine SNOB / Le petit SNOB"


17. Mai 2003, 16.45 Uhr auf ARTE
Die Themen:

In Allessandria, westlich von Turin gründete Giuseppe Borsalino 1857 seine Hutfabrik nur weil Mama gespottet hatte: "Werde doch Hutmacher, dann wirst Du wenigstens merken, dass der Mensch einen Kopf hat." Heute ist Borsalino nicht mehr in Familienbesitz, Geschäftsleiter ist Angelo Dolci, worunter die Qualität des Ferrari der Hut- Branche jedoch nicht zu leiden hat. Einst gehörte der Borsalino zu Stammeskleidung des eleganten Herren, Humphrey Bogart, Ronald Reagan und Gorbatschow zum Beispiel waren bekennende Borsalino-Träger. Heute ist der Hut aus de Mode geraten - das Auto zum Beispiel hat die Hut-Branche total umgekrempelt. Das weiß auch Allessandra Maregatti, die mit der neuen Designer Crew den Borsalino verjüngen soll. doch trotz Verjüngung braucht man nach wie vor 7 Wochen und 42 Arbeitsschritte um einen Borsalino zu fertigen. Wir erfahren, warum ein weicher und kompakter Hut ein guter Hut ist und warum kleine, zarte Menschen Modelle mit schmalen Krempen- und große Menschen breite Modelle brauchen.

Das Ding von übermorgen: Für den modernen, vielreisenden Menschen ist der C-Pen das ideale fotografische Gedächtnis. Der mobile Infomationsspeicher archiviert und verwaltet alles, worüber sein Lese-Auge gezogen wird. Zudem kann er auch noch übersetzen und hat er die Nase voll, kann alles problemlos auf den PC übertragen werden.

Unser Kraut der Woche gehört zu den 30 Unter-Arten der Gattung Origanum. Majoran macht fette Speisen bekömmlich, wirkt verdauungsanregend und krampflösend. Er verträgt sich mir Zwiebeln, Knoblauch oder Bohnenkraut. Aber, Vorsicht, - nie mit Oregano - ein kleiner Streit unter Verwandten.

Im Snob-Check leiht uns dieses Mal Oleg Popov, die Clown-Legende aus Moskau, sein Ohr und beantwortet unseren Fragebogen.

SNOB appeal: Die britische upperclass Firma Burberry, welche seit ein paar Jahren aud radikale Verjüngung setzt, hat die Burberry Kollektion um ein Kultobjekt erweitert: ein Designer-Skateboard. Den Schotten-Roller gibt es zum stolzen Preis von 450 Euro - ob das Board für Street- Credibility sorgen wird, ist allerdings zu bezweifeln.

Da der Mensch einen ordentlichen Teil seiner Lebenszeti auf dem Sofa verbringt, kümmert der kleine Snob sich dieses Mal um die Qualität - oder auch nicht Qualität - von Polstermöbeln. Möbelstücke von COR, eine Möbelfabrik im ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück, 1955 vom örtlichen Fürsten zu Bentheim-Tecklenburg und Leo Lübcke gegründet, stehen heute deutschen Botschaften in aller Welt, Luxushotels oder VIP- Lounges. Marketingleiter Berthold Strüve erklärt, warum nicht nur das Polster der Stizfläche, sondern auch das Material des Gestells die Qualität eines Möbestückes bestimmt. Auch Möbelexperte Heinz G. Günther weiß, wie man clever Möbel kaufen kann und worauf man achten muß. Generell gilt, je schwerer ein Sofa, desto besser die Qualität - je teurer ein Lederbezug, desto empfindlicher ist er. Ein Glück bleibt uns zu guter Letzt ja auch immer noch der Sitztest!

Im kleinen Stilberater gibt uns Star-Designer Wolfgang Joop dieses Mal Anmerkungen zum Thema "Overdressing".









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