Die Filme:

St. Moritz
Schnee für Millionäre:
Der Inbegriff des mondänen Schweizer Wintersport-Ressorts

Deauville
Das Seebad des Pariser Wohlstands:
Rennpferde, Traumschlösser und Hollywood Stars beim American Film Festival

St. Tropez
Sehen und gesehen werden:
Die Champagnerparty des Nachkriegs-Jet-Set

Portofino
Fischerdorf mit Yachthafen und Luxushotel:
Mondänes Understatement und der wohl anheimelndste Schauplatz itlaienischer Politskandale

Monaco
Der Hofstaat der Grimaldis:
Fürstentum, Wohlstandsinsel und Steueroase am Mittelmeer

Sylt
Mondän auf deutsch:
Trauminsel mit Nordseewetter für Verleger und Konzernchefs

New York
Eine Stadt zwischen Höhenrausch und Panik

London
Zwischen Klassengesellschaft und Maßanzügen

Wien
Gutes Benehmen, bessere Kreise, erstbeste Gesellschaft

Los Angeles
Willkommen in Beverly Hills: Haben Sie vielleicht einen Traum?

Tokio
Zwischen Sumo, rohem Fisch und Suchmaschinen

Rio de Janeiro
Silvester an der Copacabana - zwischen Juwelen und Favelas

Sydney
Sind wir nicht alle ein bißchen Wooloomooloo ?

Die erste 6teilige Mondän!-Staffel lief im Mai/Juni 1998 im ZDF. Die von Petra Höfer und Freddie Röckenhaus entwickelte Reihe fand viele begeisterte Anhänger und einige erbitterte Gegner (siehe auch Pressestimmen). Die Reihe wurde 1999 für den Grimme-Preis nominiert (Endauswahl der zehn besten Dokumentar-Programme). Im Oktober/November 1999 startete die zweite Mondän!-Staffel über die "Wohnorte des Wohlstands". Im September 2000, pünktlich zu den Olympischen Spielen, war das Mondän!-Team in Sydney.
Die bisher 13teilige Reihe wird fortgesetzt.

Bis in die 70er Jahre hinein waren die Verhältnisse noch geordnet: Der sogenannte "Jet Set" vergnügte sich in Saint-Tropez oder St. Moritz, der ältere Reichtum suchte Erholung vom Reichsein in Deauville, Portofino oder Monte Carlo. Für Vertreter einer engagierten Gesellschaftskritik waren diese Orte tabu, weil allein ihre Namen für die Privilegien des Spätkapitalismus standen. Hier lagen die größten Yachten in den Hafenbecken vor Anker, hier waren die Sommersitze hinter hohen Hecken verborgen, hier genossen Playboys und Konzernchefs, Popstars und Kinohelden die schönsten Tage des Jahres - in den schönsten Landschaften Europas.
Doch am Ende des zweiten Jahrtausends scheint sich der "Jet Set" aufgelöst zu haben. Überlebt hat lediglich eine mediale "Prominenz", die in der Regel unter ihrem Status mehr leidet, als daß sie ihn genießerisch zur Schau stellt . Wenn heute jemand nach Monte Carlo zieht, dann am ehesten, um Steuern zu sparen. Trendforscher spekulieren über die neue Bescheidenheit. Luxus ist Privatsache.
Dennoch - die berühmten Ortsnamen sind geblieben und wecken noch immer Sehnsüchte - als Klassiker des Wohlstandstourismus, überflutet von Tagesgästen und Schaulustigen. "Mondän!" zeigt Geschichte und Alltag in den einst berühmtesten Ferienorten von Reichtum und Prominenz. Konzernchefs, Filmstars und Aristokraten reden über Urlaubspläne, Lebensart und den Luxus, "Abstand" halten zu können. "Mondän!" begleitet sie auf Galadiners, Champagnerparties und Geburtstagsfeste. Auf Segelyachten und in privaten Ferienvillen gewähren die sogenannten "besseren" Kreise den Zuschauern beinah intime Einblicke in ihre Urlaubswelt.
"Mondän!" zeigt in aufwendig produzierten Fernsehbildern sechs Feriendomizile des Jet Set, die oberflächlich betrachtet natürlich alle eines gemeinsam haben: Champagnergläser, Juwelen und Luxusautos. "Mondän!" portraitiert aber auch sechs verschiedene Urlaubsstile in sechs völlig verschiedenen Ferienidyllen des Reichtums. Jeder der ausgewählten Orte bietet neben der schönen Kulisse auf seine Art eine spezielle Form des Rückzuges, des Unter-Sich-Seins, der Abschottung vom schnöden Rest der Welt.


In St. Tropez, St. Moritz, Monaco, Portofino, Deauville und auf Sylt sucht der Reichtum Erholung vom Reichsein. In London, New York, Wien, Los Angeles, Rio de Janeiro und Tokio ist Reichtum zu Hause: Börsengurus und Popmilliardäre, Salonlöwen und Immobilienhaie, Hollywoodstars und Hocharistokraten, Millionenerben und Selfmade-Millionäre. Hier werden Geschäfte gemacht und Hauspersonal engagiert, Penthouses bezogen und Kleiderschränke von "personal assistants" sortiert, Innenarchitekten nicht unter 500.000 DM engagiert, Tische in den exklusivsten Restaurants ergattert und Einladungen zum Privatdiner mit José Carreras verschickt.
Denn wo der Wohlstand sich heimisch fühlt, ist "ein gutes Placement lebenswichtig", so Agnes Gräfin von Arko-Husslein in Wien. Dienstbare Geister übernehmen die Mühen des Alltags - wenn Millionäre vergessen, wo die Gebrauchsanweisung der Telefonanlage liegt und welches Museum gerade welches Werk aus seiner Privatsammlung erbeten hat. Hier trennen Finesse in der Konversation und mindestens 500 Jahre Familientradition den wahren Snob vom polternden Geldadel und schmiedeeiserne Gitter vom ganzen Rest der Welt. Hier ist Reichtum keine Pose, die man sich im Urlaub leistet, sondern Alltag unter Gleichgesinnten.
"Mondän!" zeigt einem breiten Fernsehpublikum diesmal die Heimat des Jet Set, den Lebensalltag der globalen Luxusklasse: zwischen Barockschlössern und Park Avenue Appartments, Butler-Seminaren und Privatinseln, Fuchsjagden und Charity-Bällen. Einblicke in eine Welt, die normalerweise hinter hohen Hecken und von Security-Offizieren abgeschirmt wird. In der Geld (allein) noch immer nicht glücklich macht. "Aber", so der New Yorker Immobilien-Tycoon Donald Trump, "es verschafft Dir einen klaren Vorteil. Du kannst machen, was Du willst, und von allem immer das Beste haben."
Die erste Staffel von "Mondän!" erreichte 1998 ein Millionen-Publikum und war mit augenzwinkernder Ironie, strahlenden Bildern und raffinierten Schnitten der Überraschungs-Hit bei den ZDF-Zuschauern. Die Kritiker nominierten "Mondän!" für den renommierten Grimme-Preis. Die sechs neuen "Mondän!"-Folgen vom Dokumentarfilmer-Duo Petra Höfer und Freddie Röckenhaus führen erneut in die freie Wildbahn des alltäglichen Luxus und seiner Hauptdarsteller.

Mehrere Ausstrahlungen im ZDF, außerdem auf 3Sat, Phoenix und auf dem Discovery Channel. Lizenzierungen ins Ausland u.a. nach Belgien, Frankreich und Spanien.