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 Folge 1: Stadt
Erstausstrahlung: Sonntag, 23. Mai 2010 um 19.30 Uhr, ZDF
Dreiteilige Filmreihe in HD von Petra Höfer und Freddie Röckenhaus

Buch und Regie:
Petra Höfer und Freddie Röckenhaus
Mitarbeit:
Friederike Schmidt-Vogt, Svenja Mandel, Susanne Rostosky, Francesca D`Amicis, Kay Schlasse, Sandra Schmidt
Helikopteraufnahmen:
Peter Thompson
Kamera:
Marcus von Kleist, Johannes Imdahl, Thomas Schäfer, Torbrjörn Karvang, Thomas von Kreisler, Hanno Hart u.a.
Zeitrafferaufnahmen: Goggi Strauß
Schnitt:
Jörg Wegner, Maren Grossmann
Sprecher: Leon Boden
Tonmischung: Hannes Rittmeyer
Redaktion ZDF: Friederike Haedecke, Alexander Hesse
Produktion:
colourFIELD im Auftrag des ZDF
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Kaum ein Land in Europa ist heute so "verstädtert" wie Deutschland. Wir verteilen uns fast auf das ganze Land. Aber vom Satelliten aus betrachtet sieht man die großen Leuchtpunkte: Berlin, Hamburg, München. Und vor allem die riesige Milchstraße des Rhein-Ruhrgebiets, die sich von Köln bis Dortmund zieht.
Folge 1 der Reihe "Deutschland von oben" schaut aus der Luft auf die Städte, in denen die meisten von uns leben. Aus der Luft verraten die Städte die Geheimnisse ihrer Baupläne, ihre innere Logik und manche ihrer versteckten Lebensadern. Ein faszinierender Blick, der neue Erkenntnisse bringt. Und ein sinnliches Vergnügen ist - wie das Fliegen selbst.
"Deutschland von oben" schaut auf die Dächer und Türme großer und kleiner Städte, auf die Bahntrassen und Straßenzüge, auf denen jeden Morgen über 40 Millionen von uns, fast alle zur gleichen Zeit, zur Arbeit oder zur Schule streben. Aus der Luft sieht man das Brandenburger Tor mit ganz anderen Augen und man fragt sich, wie die Bäume in den Häuserschluchten der Wohnquadranten von Friedrichshain jemals genug Sonne zum Wachsen bekommen konnten. Von oben sieht man den Luxus von Hamburgs Alstervororten, am üppigen Grün und der Größe der Grundstücke. Und man erkennt, wie die Hamburger Speicherstadt auf ihre modernen, neuen Nachbargebäude der Hafen-City stösst.
Wie ist das scheinbar planlose Wirrwar der mittelalterlichen Straßen in den Altstädten von Rothenburg, Regensburg oder Lübeck zustande gekommen? Welcher geheime Plan steckt dahinter? Und warum folgen in vielen großen deutschen Städten die Straßen der Innenstädte noch immer ihrem Verlauf aus uralten Zeiten - selbst in einer kriegszerstörten Industriestadt wie Dortmund? Doch die Vogelperspektive verrät, dass die vermeintliche Stahl- und Kohlestadt den mittelalterlichen Grundriss der "Freien Recihs- und Hansestadt Dortmund" beinahe penibel beibehalten hat - bis heute. Und wie kann Münchens Oktoberfest, das größte Volksfest der Welt, überhaupt funktionieren, wenn die meisten der bis zu 500.000 Besucher am Abend alle beinahe zur gleichen Zeit und möglichst mit dem Taxi nach Hause fahren wollen? Und was gibt es für die 195 Megapixel-Kameras zu entdecken, mit denen Orthofoto-Experten über die Wälder Berlins fliegen, die waldreichste Metropole Europas? Und wie identifizieren Experten anhand von englischen Luftbildern noch 65 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges auf Luftbildern die gefährlichen Blindgänger aus den finsteren Zeiten des Bombenkriegs? Nichts hat die deutschen Städte nachhaltiger verändert, als die Zerstörungen des zweiten Weltkriegs. Aus der Vogelperspektive sieht man es deutlicher als je zuvor.
Der Luftbildarchäologe Klaus Leidorf, der allein in Bayern tausende von historischen Fundstellen früherer Siedlungen aus seinem kleinen Propellerflugzeug entdeckt und dokumentiert hat, bringt den Vorteil der Vogelperspektive auf die Formel: "Wenn ich als Ameise auf einem Teppich laufe, kann ich das Muster des Teppichs nicht erkennen. Das kann ich nur von viel weiter oben, mit Abstand." Warum aber sind aus manchen Siedlungen, Burgen oder Feldlagern mächtige Städte geworden, während die verborgen Plätze, die Klaus Leidorf aus der Luft entdeckt, wieder verlassen und vergessen wurden?
"Deutschland von oben" lädt zu einer Flugreise ein, die Deutschlands Städte zeigt, wie es die meisten von uns noch nie gesehen haben: Von oben. Schauen Sie auf die Dächer von Metropolen und von romantischen Kleinstädten, staunen Sie über aufwendige Animationen, die GPS-Daten in Satellitenbildern darstellen können und lassen Sie sich bezaubern von magischen Zeitrafferbildern und den sachkundigen Kommentaren von Deutschlands führendem Städteforscher, Prof. Hartmut Häußermann.
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