UNTERWELTEN
DEUTSCHLAND VON UNTEN


(1) TUNNEL, HÖHLEN, MURMELTIERE

Nach „Deutschland von oben“ mit großartigen Blicken aus der Vogelperspektive, führt „Deutschland von unten“ in die geheimnisvollen Parallel-Welten unter der Erde. Faszinierende, oft unwirkliche Bilder aus Deutschlands Unterwelten, zu denen die allermeisten Zuschauer nie vordringen könnten: In die Schlafzimmer der Alpen-Murmeltiere, in die glitzernde Welt des gigantischen Salzbergwerks von Bernburg – oder in die Riesending-Höhle, die sich 20 atemberaubende Kilometer lang in den Bauch des Untersbergs im Berchtesgadener Land windet.

Den Endpunkt der Riesending-Höhle hat noch kein Mensch bisher erreicht. Gleich am Einstieg müssen sich die Höhlen-Forscher an die hundert Meter in die finstere Tiefe abseilen. Tagelang klettert die Gruppe danach an unterirdischen Klippen und Wasserfällen entlang, über Seen und durch Canyons. Der tiefste bisher bekannte Punkt der Höhle liegt rund 1.100 Meter unter dem Einstieg.

Der Sage nach hausen im Untersberg König Barbarossa und ein Zwergenvolk. Die Wirklichkeit aber ist märchenhaft genug. Das Höhlenteam hat sich unterirdische Biwaks eingerichtet, wie bei einer Expedition auf einen Himalaya-Gipfel. Wer sich mehrere Tagesreisen entfernt von der Oberfläche, in der Tief den Fuß oder den Arm bricht, den kann keine Bergwacht und kein Hubschrauber retten. Die Höhlenforscher sind auf sich gestellt. Der einzige bekannte Zugang zur Höhle wird geheim gehalten. Nicht einmal ein Dutzend Menschen hat die Wunderwelt bisher betreten.

Die Murmeltiere verbringen noch weit mehr Zeit unter der Erde. Und finden dort Schutz vor dem Hochgebirgs-Winter, rund um den Funtensee etwa, den statistisch kältesten Ort Deutschlands. Die drolligen Murmeltiere gehören als Überlebende der Eiszeit zu den längsten Winterschläfern der Welt. Ihre Gang- und Nestsysteme unter den Almwiesen sind für sieben und mehr Monate ihr Refugium. Murmeltiere können die Vitalfunktionen ihres Körpers so weit absenken, dass man sie mitten im Winter für tot halten könnte, mit einer Körpertemperatur von nur noch 3 Grad.

„Deutschland von unten“ führt in die schier unendlichen Stollen des Salzbergwerks von Bernau, in denen es aussieht wie in einer Kulisse eines James-Bond-Films, Animationen führen uns in die Tiefenströme des Grundwassers und zu den unterirdischen Flechtwerken der Pilze, von denen wir über der Erde nur den kleinsten Teil sehen. Zu Deutschlands einziger Ölbohrinsel Mittelplate, von der aus Erdöllager angezapft werden, die beinahe drei Kilometer tief unter dem Nationalpark Wattenmeer in der Nordsee liegen. Oder in die märchenhafte Blauhöhle, die man nur nach einer 1500 Meter langen unterirdischen Tauchstrecke erreichen kann.

In gruseligen Beinhäusern, im ausgehenden Mittelalter überall angelegt, haben die Menschen ihre verstorbenen Vorfahren zu wahren Knochenbergen aufgeschichtet und ihrer letzten Ruhe im Schoß von Mutter Erde wieder entrissen. Angeblich, um die Seelen der Verstorbenen zu retten. In den Gemäuern im pfälzischen Oppenheim liegt heute das größte erhaltene Beinhaus. An den Überresten von Opfern der Schlachten des 30jährigen Krieges, oft in Massengräbern wie im sächsischen Lützen verscharrt, untersuchen heute Wissenschaftler die Herkunft der Söldner und deren damalige Lebensumstände – bevor sie in der Schlacht den Tod fanden.

Den Endpunkt der Riesending-Höhle hat noch kein Mensch bisher erreicht. Gleich am Einstieg müssen sich die Höhlen-Forscher an die hundert Meter in die finstere Tiefe abseilen. Tagelang klettert die Gruppe danach an unterirdischen Klippen und Wasserfällen entlang, über Seen und durch Canyons. Der tiefste bisher bekannte Punkt der Höhle liegt rund 1.100 Meter unter dem Einstieg.

Der Sage nach hausen im Untersberg König Barbarossa und ein Zwergenvolk. Die Wirklichkeit aber ist märchenhaft genug. Das Höhlenteam hat sich unterirdische Biwaks eingerichtet, wie bei einer Expedition auf einen Himalaya-Gipfel. Wer sich mehrere Tagesreisen entfernt von der Oberfläche, in der Tief den Fuß oder den Arm bricht, den kann keine Bergwacht und kein Hubschrauber retten. Die Höhlenforscher sind auf sich gestellt. Der einzige bekannte Zugang zur Höhle wird geheim gehalten. Nicht einmal ein Dutzend Menschen hat die Wunderwelt bisher betreten.

Die Murmeltiere verbringen noch weit mehr Zeit unter der Erde. Und finden dort Schutz vor dem Hochgebirgs-Winter, rund um den Funtensee etwa, den statistisch kältesten Ort Deutschlands. Die drolligen Murmeltiere gehören als Überlebende der Eiszeit zu den längsten Winterschläfern der Welt. Ihre Gang- und Nestsysteme unter den Almwiesen sind für sieben und mehr Monate ihr Refugium. Murmeltiere können die Vitalfunktionen ihres Körpers so weit absenken, dass man sie mitten im Winter für tot halten könnte, mit einer Körpertemperatur von nur noch 3 Grad.

„Deutschland von unten“ führt in die schier unendlichen Stollen des Salzbergwerks von Bernau, in denen es aussieht wie in einer Kulisse eines James-Bond-Films, Animationen führen uns in die Tiefenströme des Grundwassers und zu den unterirdischen Flechtwerken der Pilze, von denen wir über der Erde nur den kleinsten Teil sehen. Zu Deutschlands einziger Ölbohrinsel Mittelplate, von der aus Erdöllager angezapft werden, die beinahe drei Kilometer tief unter dem Nationalpark Wattenmeer in der Nordsee liegen. Oder in die märchenhafte Blauhöhle, die man nur nach einer 1500 Meter langen unterirdischen Tauchstrecke erreichen kann.

In gruseligen Beinhäusern, im ausgehenden Mittelalter überall angelegt, haben die Menschen ihre verstorbenen Vorfahren zu wahren Knochenbergen aufgeschichtet und ihrer letzten Ruhe im Schoß von Mutter Erde wieder entrissen. Angeblich, um die Seelen der Verstorbenen zu retten. In den Gemäuern im pfälzischen Oppenheim liegt heute das größte erhaltene Beinhaus. An den Überresten von Opfern der Schlachten des 30jährigen Krieges, oft in Massengräbern wie im sächsischen Lützen verscharrt, untersuchen heute Wissenschaftler die Herkunft der Söldner und deren damalige Lebensumstände – bevor sie in der Schlacht den Tod fanden.

Facts

Nominiert für den Adolf-Grimme Preis
Nominiert für den Deutschen Kamerapreis

Erstausstrahlung im ZDF
Folge 1: Land – Sonntag, 18. Mai 2014 um 19:30 Uhr ZDF
Folge 1: Land – Samstag, 17. Mai 2014 um 16:30 Uhr ZDFneo

  • Feedback

  • Feedback

  • Feedback

  • Feedback

  • Feedback

  • Feedback

  • Feedback

  • Feedback

  • Feedback

  • Feedback

  • Feedback

  • Feedback

  • Feedback

Credits

Buch, Regie, Produktion: Petra Höfer und Freddie Röckenhaus

Helikopter Kamera: Peter Thompson, Irmin Kerck, Stefan Urmann

Kamera: Tobias Kaufmann, Thomas Matthalm

Schnitt: Johannes Fritsche

Realisatoren: Francesca D`Amicis, Susanne Rostosky, Kay Schlasse

Produktionsleitung: Svenja Mandel

Sprecher: Leon Boden

Redaktion: Friederike Haedecke , Katharina Kohl (ZDF)

Eine Produktion von colourFIELD im Auftrag des ZDF

Alle Credits

Related Films