TROPENFIEBER


WAGNIS IM DSCHUNGEL
MARY KINGSLEY UNTER KANNIBALEN

1895 trifft die behütete viktorianische Lady Mary Kingsley einen folgenschweren Entschluss. Als ihr Vater, ein Arzt und Teilzeit-Völkerkundler, stirbt und auch die Mutter wenige Wochen später begraben wird, steht Mary mit 32 Jahren allein da. Zu alt, um auf dem Heiratsmarkt noch wirkliche Chancen zu haben. Sie beschließt, das Erbe ihres Vaters anzutreten und dessen ethnologisches Lebenswerk zu vollenden. Mutterseelenallein macht sie sich auf nach West- und Zentralafrika, um die dort beheimateten Menschen zu erforschen. Die Warnung ihrer Freunde, dass der Kongo nicht umsonst als das „Grab des weißen Mannes“ berüchtigt ist, schlägt sie in den Wind.

Mary Kingsley wird heute als frühe Lichtgestalt der Frauenbefreiung verehrt. Ihre Begegnungen mit Flusspferden und Elefanten und ihre ethnologischen Studien beim Stamm der Fang gehören zu den besten Stücken der Reise- und Abenteuerliteratur. Selbst bei strapaziösesten Märschen blieb Mary ganz englische Lady. Niemals wäre sie ohne Wollkleid, Unterröcke und Korsett in der freien Wildbahn unterwegs gewesen. Doch als sie in der Häuptlingshütte eines Fang-Dorfes frische Leichenteile finde, wird selbst der unerschrockenen Mary Kingsley Angst und Bange.

Die Exponate, die Mary Kingsley auf ihren Reisen zusammen trug, werden heute im Natural Science Museum an Londons Cromwell Road aufbewahrt. Die Wissenschaftlerin Alison Blunt ist fasziniert von dieser Vorkämpferin der Gleichberechtigung. Mary Kingsley war bereits emanzipiert, lange bevor die Engländerinnen als erste Europäerinnen das Wahlrecht erstritten. Ihr gelang es, sich als Frau in den Jahrhunderten der Entdecker einen Namen zu machen: Mit einer Art Mary Poppins-Charme, aber auch mit außerordentlichem Mut und einer erfrischenden Neugier.

Mary Kingsley wird heute als frühe Lichtgestalt der Frauenbefreiung verehrt. Ihre Begegnungen mit Flusspferden und Elefanten und ihre ethnologischen Studien beim Stamm der Fang gehören zu den besten Stücken der Reise- und Abenteuerliteratur. Selbst bei strapaziösesten Märschen blieb Mary ganz englische Lady. Niemals wäre sie ohne Wollkleid, Unterröcke und Korsett in der freien Wildbahn unterwegs gewesen. Doch als sie in der Häuptlingshütte eines Fang-Dorfes frische Leichenteile finde, wird selbst der unerschrockenen Mary Kingsley Angst und Bange.

Die Exponate, die Mary Kingsley auf ihren Reisen zusammen trug, werden heute im Natural Science Museum an Londons Cromwell Road aufbewahrt. Die Wissenschaftlerin Alison Blunt ist fasziniert von dieser Vorkämpferin der Gleichberechtigung. Mary Kingsley war bereits emanzipiert, lange bevor die Engländerinnen als erste Europäerinnen das Wahlrecht erstritten. Ihr gelang es, sich als Frau in den Jahrhunderten der Entdecker einen Namen zu machen: Mit einer Art Mary Poppins-Charme, aber auch mit außerordentlichem Mut und einer erfrischenden Neugier.

Facts

Erstausstrahlung: Sonntag, 23. September 2007, 19.30 Uhr, ZDF

    test
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    “ … manchmal sprechen die Bilder schlicht für sich.“

    Westfälische Rundschau

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    „Alexander von Humboldt hat vor mehr als 200 Jahren geographische Veränderungen als Folgen von Klimawandel erkannt. Der Mann war ein Phänomen und entsprach so gar nicht dem Klischee des Wissenschaftlers im Elfenbeinturm. Petra Höfer und Freddie Röckenhaus setzen dem Feldforscher mit ihrem Tropenfieber-Film ein Denkmal, das ihm gefallen haben dürfte.“

    Süddeutsche Zeitung

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    „Beim Betrachten des Films drängt sich dem Zuschauer die Frage auf, warum in Hollywood bisher noch niemand auf die Idee kam, die Meuterei ausnahmsweise mal historisch korrekt zu verfilmen. Die Redakteure Petra Höfer und Freddie Röckenhaus beweisen schließlich, dass die wahre Geschichte ebenfalls unterhaltsam ist. Die Spielszenen vor paradiesischer Kulisse geben dem Zuschauer einen bleibenden Eindruck von der verhängnisvollen Dokumentation.“

    Frankenpost

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    „Die berühmteste Meuterei der Seefahrtgeschichte wurde insgesamt fünf Mal verfilmt, allein drei Mal von Hollywood. Doch die inzwischen restaurierten Logbücher des angeblich tyrannischen Kapitäns Bligh werfen ein vollkommen anderes Licht auf den Vorfall. In der dreiteiligen Reihe „Tropenfieber“ hat das ZDF die Ereignisse nun spannend und höchst aufwendig rekonstruiert.“

    WELT am Sonntag

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    „Die filmische Romantisierung findet in der Fernsehreise „Expedition: Tropenfieber“ ein jähes Ende. (…) Auch ohne Auflösung ist den Dortmundern Petra Höfer und Freddie Röckenhaus ein interessanter Mix aus Spielfilmszenen und Interviews in Sydney gelungen.“

    WAZ

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    „William Bligh gehört zu den Unglücksraben der Geschichte. Am 28. April 1789 verlor er in einer schwülen Südsee-Nacht sein Schiff an eine meuternde Mannschaft, musste sich später vor der britischen Admiralität verantworten und wurde noch im Nachhinein in Hollywood-Produktionen über die „Meuterei auf der Bounty“ als Schurke hingestellt. Die Geschichte hat nur einen Haken: Sie stimmt so nicht. Was wirklich passierte, arbeiteten Petra Höfer und Freddie Röckenhaus, Filmemacher aus Dortmund, in liebevoller Kleinarbeit heraus. (…) Dokus auf einem derart populären Sendeplatz wie am Sonntagabend erfordern aber mehr weit als kleinteilige Sammlungen neuer Erkenntnisse. Sie brauchen gute Geschichten, um die Aufmerksamkeit des immer nervöser zappenden Publikums zu halten. Genau das zeichnet die neue „Tropenfieber“-Staffel aus.“

    Westfälische Rundschau

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    „Höfer und Röckenhaus entführen die Zuschauer in eine Welt, in der Fernreisen noch mit Gefahr verbunden waren, Lebensgefahr sogar – egal, ob sie mit William Bligh in die Südsee segeln, Alexander von Humboldt in den bis dahin nahezu unerforschten Dschungel am Amazonas paddeln oder der britischen Völkerkundlerin Mary Kingsley durch Schwarzafrika stapfen. (…) Die zwei Filmemacher wissen aber auch, dass starke Geschichten starke Bilder brauchen. „Tropenfieber“ hat sie.“

    Westropolis

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    „Als polyglotten ‚Indiana Jones der Feldforschung’ porträtieren die Dortmunder Filmemacher Petra Höfer und Freddie Röckenhaus den Mann, der zwei Jahrhunderte nach seinen großen Expeditionen vor allem als Naturforscher verehrt wird.. Eine tadellose Dokumentation in Form eines spannenden Spiels mit einem ausgezeichneten Benjamin Völz in der Rolle des Alexander von Humboldt.“

    WAZ

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    „William Blighs Logbücher lassen den Ablauf der Meuterei in einem neuen Licht erscheinen.“

    BWZ

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    „Die drei „Tropenfieber“-Filme sind szenische Dokumentationen, die größtenteils an den Originalschauplätzen entstanden. Die drei eindringlichen Porträts besonderer Persönlichkeiten zeigen diese in den Schlüsselmomenten ihrer Abenteuerreise, wobei neue wissenschaftliche Erkenntnisse vielfach frisches Licht auf die Geschehnisse werfen.“

    PresseEcho.de

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    „Am 23. Dezember 1787 startete der Dreimaster „HMS Bounty“ – der Name bedeutet „Wohltat und Güte“ – im englischen Plymouth zu einer Fahrt nach Tahiti. An Bord waren Kapitän William Bligh und 45 Mann Besatzung. (…) Doch die Reise endete mit der berühmtesten Meuterei der Weltgeschichte. Die Filmemacher Petra Höfer und Freddie Röckenhaus haben die Seefahrer-Tragödie für die TV-Reihe „ZDF Expedition“ noch einmal rekonstruiert. Sie räumen in ihren Film mit vielen Verleumdungen gegenüber dem Kapitän auf.“

    Welt Online

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    „Das Drama um die „Bounty“ wurde fünfmal verfilmt, allein dreimal von Hollywood. Doch alle Produktionen verfälschen die Wahrheit und werden Bligh nicht gerecht. (…) In 45 Minuten versuchen Petra Höfer und Freddie Röckenhaus in ihrem Film „Logbuch Bounty“ das Rätsel der Meuterei ein kleines Stück zu lüften.“

    Ostthüringer Zeitung

Credits

Buch, Regie, Produktion: Petra Höfer und Freddie Röckenhaus

Darsteller: Jenny Stead (Mary Kingsley), Xola Honono (Kiva), Kaya Sityo (N’gouta), Vuyisille Pandle (Grey Shirt), Thembile Nazo (Pagan), Siviwe Cetwayo (Duke)

Kamera: Johannes Imdahl

Schnitt: Jörg Wegner

Realisatoren: Friederike Schmidt-Vogt, Francesca D’Amicis

Produktionsleitung: Svenja Mandel

Producer vor Ort: Africade Productions, Katrin Bohlender, Patrick Walton

Redaktion: Friederike Haedecke (ZDF)

Eine Produktion von colourFIELD im Auftrag des ZDF

Alle Credits

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