Mondän!


(15) Schlossgeister

„Ein Schloss“, sagt Baron Andrea Franchetti und schiebt – im himmelblauen Liegestuhl vor seinem Privat-Castello im Grödner Tal fläzend – seine Hornbrille zurecht, „ist ein poetisches Abenteuer.“ Und Reinhold Messner, Super-Bergsteiger und Burgherr auf Schloss Juval im Vinschgau, hat „schon als kleiner Junge von einem Schloss geträumt“. Als er enge Räume nach seinen Expeditionen irgendwann nicht mehr ertragen konnte, erschien ihm das eigene Schloss wie das steinerne Motto seiner Lebens: Träume darf man nicht nur träumen, man muss alles riskieren, um sie umzusetzen.

Nichts regt unsere Phantasie so sehr an wie Schlösser und Burgen. Keine anderen Gemäuer sind so umweht von Märchen und Legenden, von Romantik und Erhabenheit. Schlösser provozieren in unseren Köpfen umflorte Bilder von Rittergestalten und Kronjuwelen, von Gespenstern und Kerzenlicht, von tapferen Ahnen in Öl und von klappernden Rüstungen, von Macht und Barock, Prinzen und Patina, geheimen Gängen und Minnesang.

„Mama, ich bau Dir ein Schloss“, posaunte Kinderstar Heintje in den späten Sechzigern. Und in den durchcomputerisierten Kinderzimmern des 21. Jahrhunderts träumt der vermeintlich nüchterne Nachwuchs noch immer von einem Leben im Schloss – aufgewühlt von „Harry Potter“ oder dem „Herrn der Ringe“.

Es war einmal ein Traum. Und weil er nicht gestorben ist, lebt er auch heute noch: Schlösser und Burgen sind die sichersten Festungen unserer Phantasie, wehrhafte Heimat unserer romantischsten Sehnsüchte. Aber ist es wirklich wie im Märchen, ein Schlossherr zu sein?

Die colourFIELD-Produktion „Schlossgeister“ lugt in 2×45 Minuten hinter Schlossmauern und schleicht über endlose Korridore, auf der Suche nach Mythen und Realität, nach Fetzen von Familienhistorie und Alltag, nach geheimen Schätzen und den Hypotheken für die Reparatur des undichten Daches. „Schlossgeister“ besucht das zur Hälfte leer stehende Märchenschloss ebenso wie Brissac an der Loire; den Alpinisten Reinhold Messner in seinem Vinschgauer Schloss Juval, zwischen tibetanischer Kunst und Südtiroler Bauercharme, ebenso wie den ehemaligen Deep Purple Giarrenhelden Ritchie Blackmore, der heute nur noch in Schlössern auftritt.

Ganz in der Tradition der inzwischen zur Kultserie gewordenen „Mondän!“-Reihe und des letztjährigen Vierteilers „California Dreamin‘“ besucht das Autoren-Duo Petra Höfer und Freddie Röckenhaus dieses Mal im 16:9-Breitwandformat die „Schlossgeister“. Ein gutes Dutzend privater Burgen und Schlösser, Castles und Chateaux – vom Tal der Loire bis in die Bergkulisse der Dolomiten. Von den Nebelschwaden des schottischen Hochlands bis zur aristokratischen Eleganz der Normandie. Mit bürgerlicher Neugier für Fresken und Antiquitäten, für Schlossgärten und -gespenster, für Familien-Legenden und moderne Schloss-Manager, die das einzigartige Erbe zu erhalten suchen. Denn der Schlossherr von heute braucht Humor, Passion und ein gesichertes Einkommen, um am Traumschloss festzuhalten. Doch: „Ein Schloss zu renovieren“, verrät Baron Franchetti, „ist besser als im Urlaub am Strand zu liegen und den Mädels auf den Po zu starren. In meiner Burg habe ich immer etwas zu tun.“

„Schlossgeister“ nimmt ZDF-Zuschauer mit in diese Märchenwelt – von Ballsälen und Prinzessinnen, Geistergeschichten und Aristokraten. Von Schlosshunden namens León bis zum Peter-Pan-Gefühl, das den jetzigen Besitzer der Fischburg beschleicht, das die Wolkensteins für ihre Kinder gebaut haben. Schlösser sind immer ein bisschen aus einer anderen Welt. Von der wir zwischen Weihnachten und Neujahr am liebsten träumen.

Folge 1 („Schlossherren“)
erzählt die eher mondänen, goldglänzenden Schloss-Märchen, u.a.

-vom Geburtsschloss des Prinzen Eduard von Anhalt – dessen Familie um ein Haar 14 Schlösser in der ehemaligen DDR zurückbekommen hätte („mein sicherer Ruin“) und der nun das kleinste von allen, Schloss Roerkopf, auf eigene Kosten renoviert

– von Sir Humphry Wakefield, der jeden November auf seinem Schloss, Chillingham Castle, zur Fuchsjagd bläst, und jedes Schlosszimmer, wie eines seiner Kinder betrachtet.

– vom Rock‘n‘Roll-Lord Henry Mount Charles vom irischen Castle Slane, dem Bruce Springsteen schon ein Privatkonzert im „Drawing Room“ gewährte und der sein Schloss für Aufnahmen der U2-Platinplatte „Unforgettable Fire“ zur Verfügung stellte – bevor es 1991 beinahe selbst den Flammen zum Opfer fiel. Der Lord trägt seither stets verschiedenfarbige Socken – als Schutz „vor bösen Mächten“

– vom Herzog von Roxburghe auf Floors Castle, dem mit rund 200 Zimmern grössten Privatschloss Schottlands, wo wir den Butler bei seinem Morgenritual begleiten: Bevor die Familie des Herzogs, des grössten Grundbesitzers Schottlands, zum Frühstück kommt, muss er alle 39 Uhren des Schlosses jeden Tag nachstellen, da alle ein klitzekleines bisschen von der modernen Zeit abweichen.

– von Jacques Garcia, dem Innenarchitektur-Superstar der feinen Pariser Gesellschaft, und seinem kleinen Versailles, dem Schloss Champ de Bataille in der Normandie. Wo Garcia, der aus kleinen Verhältnissen stammt, sein Phantasie-Schloss mit französischen Gärten gerettet hat und ein bisschen Louis XV. spielt

– von Reinhold Messner, dem Super-Alpinisten, der auf seinem Schloss Juval Unmengen von tibetischen Kunstwerken mit Südtiroler Bauerncharme und dem Duft von Kuhmist mischt

Nichts regt unsere Phantasie so sehr an wie Schlösser und Burgen. Keine anderen Gemäuer sind so umweht von Märchen und Legenden, von Romantik und Erhabenheit. Schlösser provozieren in unseren Köpfen umflorte Bilder von Rittergestalten und Kronjuwelen, von Gespenstern und Kerzenlicht, von tapferen Ahnen in Öl und von klappernden Rüstungen, von Macht und Barock, Prinzen und Patina, geheimen Gängen und Minnesang.

„Mama, ich bau Dir ein Schloss“, posaunte Kinderstar Heintje in den späten Sechzigern. Und in den durchcomputerisierten Kinderzimmern des 21. Jahrhunderts träumt der vermeintlich nüchterne Nachwuchs noch immer von einem Leben im Schloss – aufgewühlt von „Harry Potter“ oder dem „Herrn der Ringe“.

Es war einmal ein Traum. Und weil er nicht gestorben ist, lebt er auch heute noch: Schlösser und Burgen sind die sichersten Festungen unserer Phantasie, wehrhafte Heimat unserer romantischsten Sehnsüchte. Aber ist es wirklich wie im Märchen, ein Schlossherr zu sein?

Die colourFIELD-Produktion „Schlossgeister“ lugt in 2×45 Minuten hinter Schlossmauern und schleicht über endlose Korridore, auf der Suche nach Mythen und Realität, nach Fetzen von Familienhistorie und Alltag, nach geheimen Schätzen und den Hypotheken für die Reparatur des undichten Daches. „Schlossgeister“ besucht das zur Hälfte leer stehende Märchenschloss ebenso wie Brissac an der Loire; den Alpinisten Reinhold Messner in seinem Vinschgauer Schloss Juval, zwischen tibetanischer Kunst und Südtiroler Bauercharme, ebenso wie den ehemaligen Deep Purple Giarrenhelden Ritchie Blackmore, der heute nur noch in Schlössern auftritt.

Ganz in der Tradition der inzwischen zur Kultserie gewordenen „Mondän!“-Reihe und des letztjährigen Vierteilers „California Dreamin‘“ besucht das Autoren-Duo Petra Höfer und Freddie Röckenhaus dieses Mal im 16:9-Breitwandformat die „Schlossgeister“. Ein gutes Dutzend privater Burgen und Schlösser, Castles und Chateaux – vom Tal der Loire bis in die Bergkulisse der Dolomiten. Von den Nebelschwaden des schottischen Hochlands bis zur aristokratischen Eleganz der Normandie. Mit bürgerlicher Neugier für Fresken und Antiquitäten, für Schlossgärten und -gespenster, für Familien-Legenden und moderne Schloss-Manager, die das einzigartige Erbe zu erhalten suchen. Denn der Schlossherr von heute braucht Humor, Passion und ein gesichertes Einkommen, um am Traumschloss festzuhalten. Doch: „Ein Schloss zu renovieren“, verrät Baron Franchetti, „ist besser als im Urlaub am Strand zu liegen und den Mädels auf den Po zu starren. In meiner Burg habe ich immer etwas zu tun.“

„Schlossgeister“ nimmt ZDF-Zuschauer mit in diese Märchenwelt – von Ballsälen und Prinzessinnen, Geistergeschichten und Aristokraten. Von Schlosshunden namens León bis zum Peter-Pan-Gefühl, das den jetzigen Besitzer der Fischburg beschleicht, das die Wolkensteins für ihre Kinder gebaut haben. Schlösser sind immer ein bisschen aus einer anderen Welt. Von der wir zwischen Weihnachten und Neujahr am liebsten träumen.

Folge 1 („Schlossherren“)
erzählt die eher mondänen, goldglänzenden Schloss-Märchen, u.a.

-vom Geburtsschloss des Prinzen Eduard von Anhalt – dessen Familie um ein Haar 14 Schlösser in der ehemaligen DDR zurückbekommen hätte („mein sicherer Ruin“) und der nun das kleinste von allen, Schloss Roerkopf, auf eigene Kosten renoviert

– von Sir Humphry Wakefield, der jeden November auf seinem Schloss, Chillingham Castle, zur Fuchsjagd bläst, und jedes Schlosszimmer, wie eines seiner Kinder betrachtet.

– vom Rock‘n‘Roll-Lord Henry Mount Charles vom irischen Castle Slane, dem Bruce Springsteen schon ein Privatkonzert im „Drawing Room“ gewährte und der sein Schloss für Aufnahmen der U2-Platinplatte „Unforgettable Fire“ zur Verfügung stellte – bevor es 1991 beinahe selbst den Flammen zum Opfer fiel. Der Lord trägt seither stets verschiedenfarbige Socken – als Schutz „vor bösen Mächten“

– vom Herzog von Roxburghe auf Floors Castle, dem mit rund 200 Zimmern grössten Privatschloss Schottlands, wo wir den Butler bei seinem Morgenritual begleiten: Bevor die Familie des Herzogs, des grössten Grundbesitzers Schottlands, zum Frühstück kommt, muss er alle 39 Uhren des Schlosses jeden Tag nachstellen, da alle ein klitzekleines bisschen von der modernen Zeit abweichen.

– von Jacques Garcia, dem Innenarchitektur-Superstar der feinen Pariser Gesellschaft, und seinem kleinen Versailles, dem Schloss Champ de Bataille in der Normandie. Wo Garcia, der aus kleinen Verhältnissen stammt, sein Phantasie-Schloss mit französischen Gärten gerettet hat und ein bisschen Louis XV. spielt

– von Reinhold Messner, dem Super-Alpinisten, der auf seinem Schloss Juval Unmengen von tibetischen Kunstwerken mit Südtiroler Bauerncharme und dem Duft von Kuhmist mischt

Facts

Erstausstrahlung am 25. Dezember 2002, ZDF

  • Feedback

Credits

Alle Credits

Related Films