Mondän!


(14) Schlossherren

„Ein Schloss“, sagt Baron Andrea Franchetti und schiebt – im himmelblauen Liegestuhl vor seinem Privat-Castello im Grödner Tal fläzend – seine Hornbrille zurecht, „ist ein poetisches Abenteuer.“ Und Reinhold Messner, Super-Bergsteiger und Burgherr auf Schloss Juval im Vinschgau, hat „schon als kleiner Junge von einem Schloss geträumt“. Als er enge Räume nach seinen Expeditionen irgendwann nicht mehr ertragen konnte, erschien ihm das eigene Schloss wie das steinerne Motto seiner Lebens: Träume darf man nicht nur träumen, man muss alles riskieren, um sie umzusetzen.

Nichts regt unsere Phantasie so sehr an wie Schlösser und Burgen. Keine anderen Gemäuer sind so umweht von Märchen und Legenden, von Romantik und Erhabenheit. Schlösser provozieren in unseren Köpfen umflorte Bilder von Rittergestalten und Kronjuwelen, von Gespenstern und Kerzenlicht, von tapferen Ahnen in Öl und von klappernden Rüstungen, von Macht und Barock, Prinzen und Patina, geheimen Gängen und Minnesang.

„Mama, ich bau Dir ein Schloss“, posaunte Kinderstar Heintje in den späten Sechzigern. Und in den durchcomputerisierten Kinderzimmern des 21. Jahrhunderts träumt der vermeintlich nüchterne Nachwuchs noch immer von einem Leben im Schloss – aufgewühlt von „Harry Potter“ oder dem „Herrn der Ringe“.

Es war einmal ein Traum. Und weil er nicht gestorben ist, lebt er auch heute noch: Schlösser und Burgen sind die sichersten Festungen unserer Phantasie, wehrhafte Heimat unserer romantischsten Sehnsüchte. Aber ist es wirklich wie im Märchen, ein Schlossherr zu sein?

Die colourFIELD-Produktion „Schlossgeister“ lugt in 2×45 Minuten hinter Schlossmauern und schleicht über endlose Korridore, auf der Suche nach Mythen und Realität, nach Fetzen von Familienhistorie und Alltag, nach geheimen Schätzen und den Hypotheken für die Reparatur des undichten Daches. „Schlossgeister“ besucht das zur Hälfte leer stehende Märchenschloss ebenso wie Brissac an der Loire; den Alpinisten Reinhold Messner in seinem Vinschgauer Schloss Juval, zwischen tibetanischer Kunst und Südtiroler Bauercharme, ebenso wie den ehemaligen Deep Purple Giarrenhelden Ritchie Blackmore, der heute nur noch in Schlössern auftritt.

Ganz in der Tradition der inzwischen zur Kultserie gewordenen „Mondän!“-Reihe und des letztjährigen Vierteilers „California Dreamin‘“ besucht das Autoren-Duo Petra Höfer und Freddie Röckenhaus dieses Mal im 16:9-Breitwandformat die „Schlossgeister“. Ein gutes Dutzend privater Burgen und Schlösser, Castles und Chateaux – vom Tal der Loire bis in die Bergkulisse der Dolomiten. Von den Nebelschwaden des schottischen Hochlands bis zur aristokratischen Eleganz der Normandie. Mit bürgerlicher Neugier für Fresken und Antiquitäten, für Schlossgärten und -gespenster, für Familien-Legenden und moderne Schloss-Manager, die das einzigartige Erbe zu erhalten suchen. Denn der Schlossherr von heute braucht Humor, Passion und ein gesichertes Einkommen, um am Traumschloss festzuhalten. Doch: „Ein Schloss zu renovieren“, verrät Baron Franchetti, „ist besser als im Urlaub am Strand zu liegen und den Mädels auf den Po zu starren. In meiner Burg habe ich immer etwas zu tun.“

„Schlossgeister“ nimmt ZDF-Zuschauer mit in diese Märchenwelt – von Ballsälen und Prinzessinnen, Geistergeschichten und Aristokraten. Von Schlosshunden namens León bis zum Peter-Pan-Gefühl, das den jetzigen Besitzer der Fischburg beschleicht, das die Wolkensteins für ihre Kinder gebaut haben. Schlösser sind immer ein bisschen aus einer anderen Welt. Von der wir zwischen Weihnachten und Neujahr am liebsten träumen.

Folge 1 („Schlossherren“)
erzählt die eher mondänen, goldglänzenden Schloss-Märchen, u.a.

– von den Geistern von Schloss Chillingham, dem „most haunted castle“ Englands, dem spukreichsten Schloss Britanniens – wo Sir Humphry Wakefield nachts die „grüne Frau“ umgeht, und die Geisterjäger der Ghost Research Foundation International nach Kältestellen suchen

– von Gräfin Katrin Goess-Enzenberg, deren Mutter in Tränen ausbrach, als die Tochter ihr eröffnete, sie würde künftig als Ehefrau des Grafen auf (dem damals noch unrenovierten) Schloss Tratzberg in Tirol leben; so hart schien ihr das Schicksal der Schlossherrin

– vom jungen Baron Andrea Franchetti, der nicht nur den mit Abstand teuersten Wein Italiens auf seinem toskanischen Weingut produziert, sondern sich als Hobby die strikt private, märchenhafte „Fischburg“ im Grödnertal in den Dolomiten hält, die von der Familie des Minnelieder-Dichters Oswald von Wolkenstein gebaut wurde – für die Wolkenstein-Kinder. Franchetti leidet gelegentlich unter dem Geist von Peter Pan der die Mauern seiner überdimensionierten „Spielzeugburg“ umweht. Und in der es im Winter so eisig ist, „dass es bei minus 10 Grad draussen, minus 20 Grad drinnen hat“, wie Franchetti findet

– von der eleganten Gattin des Marquis Charles-André de Brissac, die erzählt, dass sie nicht gern ohne ihren Mann auf dem Märchenschloss Brissac an der Loire weilt – der gespenstischen Frauenschreie wegen, die sie gelegentlich höre. Kontert der Marquis trocken: „Ich höre auch mal jemanden schreien, aber es ist immer meine Frau.“

– von Balgonie Castle, dem einzigen Selfmade-Castle Schottlands, in Heimarbeit restauriert von den stets schottenrocktragenden Besitzern – bis auf den Flügel der Burg, der aus Finanznot noch immer als Ruine vor sich hindöst und in dem immer wieder eine „Green Lady“ herumspuken soll …

– von Deep Purple-Gitarren-Superstar Ritchie Blackmore („Smoke on the Water“), der seit Jahren nur noch in mittelaterlichen Gewändern und grundsätzlich nur in Schlössern mit seiner Band „Blackmore‘s Night“ auftritt und mittelalterliche Musik vor seinen ebenfalls mittelalterlich gekleideten Fans als musikalische Messe zelebriert. Zum Beispiel auf Schloss Waldeck am Edersee.

– vom Grafen Girolamo Marcello, dessen Urgrossmutter Andriana ihm auf die Schulter klopft, wenn er sich in seinem Venzianer Palazzo Mora Marcello hinter dem Canal Grande nicht standesgemäss benimmt.

Nichts regt unsere Phantasie so sehr an wie Schlösser und Burgen. Keine anderen Gemäuer sind so umweht von Märchen und Legenden, von Romantik und Erhabenheit. Schlösser provozieren in unseren Köpfen umflorte Bilder von Rittergestalten und Kronjuwelen, von Gespenstern und Kerzenlicht, von tapferen Ahnen in Öl und von klappernden Rüstungen, von Macht und Barock, Prinzen und Patina, geheimen Gängen und Minnesang.

„Mama, ich bau Dir ein Schloss“, posaunte Kinderstar Heintje in den späten Sechzigern. Und in den durchcomputerisierten Kinderzimmern des 21. Jahrhunderts träumt der vermeintlich nüchterne Nachwuchs noch immer von einem Leben im Schloss – aufgewühlt von „Harry Potter“ oder dem „Herrn der Ringe“.

Es war einmal ein Traum. Und weil er nicht gestorben ist, lebt er auch heute noch: Schlösser und Burgen sind die sichersten Festungen unserer Phantasie, wehrhafte Heimat unserer romantischsten Sehnsüchte. Aber ist es wirklich wie im Märchen, ein Schlossherr zu sein?

Die colourFIELD-Produktion „Schlossgeister“ lugt in 2×45 Minuten hinter Schlossmauern und schleicht über endlose Korridore, auf der Suche nach Mythen und Realität, nach Fetzen von Familienhistorie und Alltag, nach geheimen Schätzen und den Hypotheken für die Reparatur des undichten Daches. „Schlossgeister“ besucht das zur Hälfte leer stehende Märchenschloss ebenso wie Brissac an der Loire; den Alpinisten Reinhold Messner in seinem Vinschgauer Schloss Juval, zwischen tibetanischer Kunst und Südtiroler Bauercharme, ebenso wie den ehemaligen Deep Purple Giarrenhelden Ritchie Blackmore, der heute nur noch in Schlössern auftritt.

Ganz in der Tradition der inzwischen zur Kultserie gewordenen „Mondän!“-Reihe und des letztjährigen Vierteilers „California Dreamin‘“ besucht das Autoren-Duo Petra Höfer und Freddie Röckenhaus dieses Mal im 16:9-Breitwandformat die „Schlossgeister“. Ein gutes Dutzend privater Burgen und Schlösser, Castles und Chateaux – vom Tal der Loire bis in die Bergkulisse der Dolomiten. Von den Nebelschwaden des schottischen Hochlands bis zur aristokratischen Eleganz der Normandie. Mit bürgerlicher Neugier für Fresken und Antiquitäten, für Schlossgärten und -gespenster, für Familien-Legenden und moderne Schloss-Manager, die das einzigartige Erbe zu erhalten suchen. Denn der Schlossherr von heute braucht Humor, Passion und ein gesichertes Einkommen, um am Traumschloss festzuhalten. Doch: „Ein Schloss zu renovieren“, verrät Baron Franchetti, „ist besser als im Urlaub am Strand zu liegen und den Mädels auf den Po zu starren. In meiner Burg habe ich immer etwas zu tun.“

„Schlossgeister“ nimmt ZDF-Zuschauer mit in diese Märchenwelt – von Ballsälen und Prinzessinnen, Geistergeschichten und Aristokraten. Von Schlosshunden namens León bis zum Peter-Pan-Gefühl, das den jetzigen Besitzer der Fischburg beschleicht, das die Wolkensteins für ihre Kinder gebaut haben. Schlösser sind immer ein bisschen aus einer anderen Welt. Von der wir zwischen Weihnachten und Neujahr am liebsten träumen.

Folge 1 („Schlossherren“)
erzählt die eher mondänen, goldglänzenden Schloss-Märchen, u.a.

– von den Geistern von Schloss Chillingham, dem „most haunted castle“ Englands, dem spukreichsten Schloss Britanniens – wo Sir Humphry Wakefield nachts die „grüne Frau“ umgeht, und die Geisterjäger der Ghost Research Foundation International nach Kältestellen suchen

– von Gräfin Katrin Goess-Enzenberg, deren Mutter in Tränen ausbrach, als die Tochter ihr eröffnete, sie würde künftig als Ehefrau des Grafen auf (dem damals noch unrenovierten) Schloss Tratzberg in Tirol leben; so hart schien ihr das Schicksal der Schlossherrin

– vom jungen Baron Andrea Franchetti, der nicht nur den mit Abstand teuersten Wein Italiens auf seinem toskanischen Weingut produziert, sondern sich als Hobby die strikt private, märchenhafte „Fischburg“ im Grödnertal in den Dolomiten hält, die von der Familie des Minnelieder-Dichters Oswald von Wolkenstein gebaut wurde – für die Wolkenstein-Kinder. Franchetti leidet gelegentlich unter dem Geist von Peter Pan der die Mauern seiner überdimensionierten „Spielzeugburg“ umweht. Und in der es im Winter so eisig ist, „dass es bei minus 10 Grad draussen, minus 20 Grad drinnen hat“, wie Franchetti findet

– von der eleganten Gattin des Marquis Charles-André de Brissac, die erzählt, dass sie nicht gern ohne ihren Mann auf dem Märchenschloss Brissac an der Loire weilt – der gespenstischen Frauenschreie wegen, die sie gelegentlich höre. Kontert der Marquis trocken: „Ich höre auch mal jemanden schreien, aber es ist immer meine Frau.“

– von Balgonie Castle, dem einzigen Selfmade-Castle Schottlands, in Heimarbeit restauriert von den stets schottenrocktragenden Besitzern – bis auf den Flügel der Burg, der aus Finanznot noch immer als Ruine vor sich hindöst und in dem immer wieder eine „Green Lady“ herumspuken soll …

– von Deep Purple-Gitarren-Superstar Ritchie Blackmore („Smoke on the Water“), der seit Jahren nur noch in mittelaterlichen Gewändern und grundsätzlich nur in Schlössern mit seiner Band „Blackmore‘s Night“ auftritt und mittelalterliche Musik vor seinen ebenfalls mittelalterlich gekleideten Fans als musikalische Messe zelebriert. Zum Beispiel auf Schloss Waldeck am Edersee.

– vom Grafen Girolamo Marcello, dessen Urgrossmutter Andriana ihm auf die Schulter klopft, wenn er sich in seinem Venzianer Palazzo Mora Marcello hinter dem Canal Grande nicht standesgemäss benimmt.

Facts

Erstausstrahlung am 26. Dezember 2002, ZDF

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Credits

Alle Credits

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