Mondän!


(4) Monaco

Die reichste Familie in Monaco, munkeln Insider, seien nicht die Grimaldis, sondern die Familie Pastor, Bauunternehmer, die halb Monaco hochgezogen und damit ein Vermögen gemacht haben. 
Wohnsitze im Steuerparadies sind begehrt. Der Familienzweig um Victor Pastor etwa vermietet noch heute 20.000 Luxuswohnungen an Luxusmieter wie Claudia Schiffer, Karen Mulder, Ringo Starr, Jochen Maas, Wolfgang Joop oder Karl Lagerfeld.

Die kostspielige monegassische Adresse hilft, Geld zu sparen. Boris Becker und Michael Schumacher retteten hier Millionen vor dem Finanzamt. Denn Privatpersonen zahlen in Monaco keine Steuern, wenn sie mindestens 180 Tage im Jahr im Fürstentum verbringen. Der Andrang ist groß, Monaco nur zwei Quadratkilometer klein. Deswegen hat das Fürstentum neben prachtvoller Zuckerbäcker-Architektur rund um das Casino eine Skyline, wie man sie eher in New York oder Hong Kong vermuten würde.

An die tausend Kameras überwachen jede Bewegung in der Wohlstandsinsel. Bis zu 800 Polizisten schützen die rund 30.000 Einwohner – ihren Schmuck, ihre Luxusautos, ihre Villen und Kunstsammlungen. Nirgendwo fühlt der Steinreiche sich wohler als hier. Denn hier bleibt er von allem verschont: Es gibt keine Bettler, keine Autogrammjäger, keinen Autodiebstahl. Und der letzte Banküberfall liegt mehr als zehn Jahre zurück. 
Deswegen kann man in Monaco noch ungeniert wahren Reichtum zur Schau stellen – im Casino, im Hotel de Paris, im Nobelrestaurant „Rampoldi“ oder „Le Louis XV“, wo Frankreichs Über-Koch Alain Ducasse mit goldenen Löffelchen speisen läßt.

Hier gibt es noch Segelyachten mit 25 Mann Besatzung und 500 Quadratmeter große Lofts mit Dachterrasse. „Hier“, sagt Modedesigner Wolfgang Joop in seinem Penthouse, „gibt es noch lebende Dinosaurier.“ Und ihren smarten Nachwuchs.

Die kostspielige monegassische Adresse hilft, Geld zu sparen. Boris Becker und Michael Schumacher retteten hier Millionen vor dem Finanzamt. Denn Privatpersonen zahlen in Monaco keine Steuern, wenn sie mindestens 180 Tage im Jahr im Fürstentum verbringen. Der Andrang ist groß, Monaco nur zwei Quadratkilometer klein. Deswegen hat das Fürstentum neben prachtvoller Zuckerbäcker-Architektur rund um das Casino eine Skyline, wie man sie eher in New York oder Hong Kong vermuten würde.

An die tausend Kameras überwachen jede Bewegung in der Wohlstandsinsel. Bis zu 800 Polizisten schützen die rund 30.000 Einwohner – ihren Schmuck, ihre Luxusautos, ihre Villen und Kunstsammlungen. Nirgendwo fühlt der Steinreiche sich wohler als hier. Denn hier bleibt er von allem verschont: Es gibt keine Bettler, keine Autogrammjäger, keinen Autodiebstahl. Und der letzte Banküberfall liegt mehr als zehn Jahre zurück. 
Deswegen kann man in Monaco noch ungeniert wahren Reichtum zur Schau stellen – im Casino, im Hotel de Paris, im Nobelrestaurant „Rampoldi“ oder „Le Louis XV“, wo Frankreichs Über-Koch Alain Ducasse mit goldenen Löffelchen speisen läßt.

Hier gibt es noch Segelyachten mit 25 Mann Besatzung und 500 Quadratmeter große Lofts mit Dachterrasse. „Hier“, sagt Modedesigner Wolfgang Joop in seinem Penthouse, „gibt es noch lebende Dinosaurier.“ Und ihren smarten Nachwuchs.

Facts

Erstausstrahlung: 1. Juni 1998, 21.50 Uhr, ZDF
45 Minuten

  • Feedback

    Nicht nur unterhaltsam, sondern auch amüsant ist "Mondän!" immer dann, wenn sich die Reichen und Superreichen selbst auf die Schüppe nehmen. "Togal Schmidt" auf die Frage, wo auf Sylt er denn am liebsten hingehe: "Ins Bett!"

    epd-Medien

  • Feedback

    Mit bekannten VIP-Magazinen hat die ZDF-Reihe "Mondän!" nichts gemeinsam. Vielmehr werfen die Autoren Petra Höfer und Freddie Röckenhaus einen kritischen Blick auf die Feriendomizile, an denen sich die "Bussi-Gesellschaft" alljährlich vergnügt.

    Westfälische Nachrichten

  • Feedback

    Auf welche Weise grenzt sich der Geldadel heute gegenüber dem vorwitzigen Pöbel ab? Wie hat sich der Jetset in den vergangenen dreißig Jahren verändert? Diese Fragen verfolgt die sechsteilige ZDF-Sendereihe "Mondän!".

    Stuttgarter Zeitung

  • Feedback

    Unterlegt von cooler Strandmusik schwelgt die Kamera in den entsprechenden Symbolen. Dazwischen parlieren Leute, die vermutlich mehr Geld in einem Jahr ausgeben, als der bedauernswerte Rest der Menschheit im ganzen Leben

    Neue Westfälische

  • Feedback

    Der Zuschauer wird zugeschüttet mit Bildern von allem, was nicht immer gut, aber teuer ist. Das Auge ertrinkt in Luxus. (...) Die Autoren bekamen beinahe jeden vor die Kamera, den man sonst nur aus der Regenbogenpresse kennt.

    Süddeutsche Zeitung

  • Feedback

    Wenn Höfer und Röckenhaus hier möglicherweise auf so etwas wie Selbstentlarvung gesetzt haben sollten, schätzen sie das Publikum einfach falsch ein. Die werden sich die schickgestylten Bilder reinziehen, als sei es die natürliche Fortsetzung von "VIP-Schaukel" oder Alida Gundlach.

    Westfälische Rundschau

  • Feedback

    Die neue ZDF-Reihe fiel angenehm aus dem Rahmen sonstiger Promi-Magazine. Kein sinnleeres Preisen der Naturschönheiten, nerviges Duzen der Berühmtheiten oder Aufzählen von Menüfolgen. Dafür ein Blick hinter die Kulissen

    tz München

  • Feedback

    Die Autoren gingen sparsam, aber wirkungsvoll mit ihren ausgefeilten Kommentaren um, gespickt voller Ironie und Witz. (...) Eine gelungene Reportage aus dem Jetset, nicht zuletzt wegen der Distanz, die sich die Autoren auferlegt haben. Eine Alternative zu Alida Gundlachs anbiedernder Promi-Show.

    Rheinische Post

  • Feedback

    Was Alida Gundlachs Streifzüge für die ARD, ist "Mondän!" im Programm des öffentlich-rechtlichen Konkurrenten ZDF. Doch die sechsteilige Reihe, eröffnet mit einem Beitrag über Saint Tropez, erweist sich als ungleich seriöser. (...) Eine sehr informative, alles andere als anbiedernde Episode, die neugierig macht auf weitere Folgen.

    Münchner Merkur

  • Feedback

    Der Cresta-Club zum Beispiel ist ein elitärer britischer Zirkel übergeschnappter Promis, die sich bäuchlings eine Eisrodelbahn hinunterstürzen. (...) Die ironischen Kommentare deuten darauf hin: Das muß doch Realsatire sein...

    Kölner Stadtanzeiger

  • Feedback

    Die Ironie im schicken Bericht von Höfer & Röckenhaus ergibt sich aus den Aussagen der Promis selbst

    Bild und Funk

  • Feedback

    Schlaglichter auf eine Lebensart, die es sonst nur in Seifenopern gibt.

    Leipziger Volkszeitung

  • Feedback

    Schönheit, Reinheit und Wahrheit gibt es nur noch als Karikatur. "Der Kitzel ist weg." Diesen Kulturbruch am Reiseziel der Happy-Few haben Freddie Röckenhaus und Petra Höfer in ihrer Reihe mit diskreter Ironie und geneigter Distanz aufgezeichnet.

    Die ZEIT

  • Feedback

    Der Auftaktfilm über Saint Tropez ist etwas unironisch - die nächsten fünf Folgen sind jedoch deutlich besser.

    Der Spiegel

  • Feedback

    Unterhaltsamer Tratsch!

    Nürnberger Nachrichten

  • Feedback

    So war es wohl tatsächlich an der Zeit, daß sich das Fernsehen einmal jenseits aller Prominentenhätschelei à la "Leute heute" mit der "Normalität des Reichseins" befaßte, wie es jetzt die ZDF-Dokumentarreihe "Mondän!" tut. (...) Eines jedenfalls ist der Luxus auf keinen Fall mehr, nämlich ein "sozialer Skandal" - und nur, wer dies nicht begriffen hat wie etwa die Programmillustrierte "TV Today", kann sich ernsthaft über "Mondän!" mokieren...

    Frankfurter Allgemeine Zeitung

  • Feedback

    Für "Mondän!" beleuchteten Petra Höfer und Freddie Röckenhaus den Jet-Set des teuersten deutschen Dorfes. Ein erfrischend cool-ironischer Film über die Sylter Schickeria.

    WAZ - Westdeutsche Allgemeine Zeitung

  • Feedback

    Der Stil ihrer Show heißt nicht Voyeurismus, sondern Understatement. Röckenhaus und Höfer bewahren stets einen Sicherheitsabstand zum Objekt ihrer Betrachtung. (...) In seinen besten Momenten wird "Mondän!" von einem sanft ironischen Wellengang umspült. Röckenhaus und Höfer liefern Hochglanztableaus aus einer Hochglanzwelt, dezent kommentiert und impressionistisch illustriert. Alles ist perfekt angerichtet.

    Berliner Zeitung

  • Feedback

    Schöne Aufnahmen, platte Klischees.

    Welt am Sonntag

  • Feedback

    Was es zu sehen gibt, ist und war immer ein Thema für Hochglanz-Illustrierte und Yellow-Press - und bleibt deshalb nicht weniger ernüchternd.

    Neue Zürcher Zeitung

  • Feedback

    In ! Top-Quoten bis 4,5 Millionen Zuschauer für die glänzend recherchierten (über 15 Monate) ZDF-Reports aus St.-Tropez, Monte Carlo etc. Bitte mehr davon!

    BUNTE

  • Feedback

    Ein Augenschmaus in sechs Gängen. (...) Angenehm ist die neutrale Distanz von Höfer und Röckenhaus, die selbst die oft sinnlose Prasserei und die dummen Streiche der Reichen nicht zum Anlaß nehmen, die Menschen bloßzustellen. Sie zeigen sie bloß..

    Frankfurter Rundschau

  • Feedback

    Schon der Vorspann gibt einen Vorgeschmack auf die optische Qualität der Reihe. Die Kombination von Bildern und Musik, die Teilung des Bildschirms, die sympathische Verspieltheit geben Tonfall und Machart von "Mondän!" vor. (...) "Mondän!" besticht durch eine optische Qualität, deren Brillanz dem gezeigten Glitzer und Glamour in nichts nachsteht.

    epd-Medien

  • Feedback

    Der Mythos Saint-Tropez erwies sich als guter Start der neuen Reihe MONDÄN!, die sich unverblümt, entlarvend, aber ohne spekulativ zu wirken, den Jet-set vornahm. Die Saint-Tropez-Edelgäste sprachen für sich...

    Augsburger Allgemeine

  • Feedback

    Diesem Film fehlte es einfach an nichts - Geld, schöne Frauen, reiche Männer, tolle Autos, geile Parties.

    Die Welt

  • Feedback

    Für den ersten Teil der hochglanzbebilderten Luxus-Schau zog es die Autoren nach Saint Tropez, den ausgelassensten der ausgewählten Orte, deren Namen bei engagierten Gesellschaftskritikern noch heute Magenkrämpfe auslösen...

    Der Tagesspiegel

  • Feedback

    So sah und hörte man lauter Dinge, die man gar nicht wissen wollte. Und doch bereitet es ein kaum zu leugnendes Vergnügen, hin und wieder einen Blick in die Welt des teuren Fadenscheins zu werfen.

    Berliner Morgenpost

  • Feedback

    Jenen jungen Schweizer Unternehmensberater und Multimillionenschwengel, der mit affektiertem Grinsen vom glücklicheren Leben eines Züricher Straßenkehrers schwadronierte - den hätten wir doch gerne schnell mal über die Yachtkante gekippt.

    Badische Zeitung

  • Feedback

    Und doch haben es die Autoren Petra Höfer und Freddie Röckenhaus geschafft, kritische Distanz zu wahren. Die Verschwender entlarvten sich selbst. Wenn ein afrikanischer Präsidentensohn seinen exaltierten Lebensstil präsentiert, muß man keine Bilder von hungernden Kindern zeigen, um die Perversion deutlich zu machen.

    Darmstädter Echo

  • Feedback

    Wer sich eine Hotelsuite für 5000 Mark pro Nacht und eine Flasche Wein für ungefähr 1500 Mark leisten kann, ist in St. Moritz gut aufgehoben. (...) Darüber wußte Petra Höfer recht charmant zu plaudern.

    Magdeburger Volksstimme

  • Feedback

    Was den Menschen am TV trösten durfte: Ob all diese "feinen" Leute immer auch wirklich glücklich sind, scheint nach der Demonstration von Polarfuchs-Mänteln, Champagnerkübeln und bäuchlings die Cresta-Bahn herabdonnernden Jet-set-Youngsters und -Oldies doch sehr die Frage.

    Frankfurter Neue Presse

Credits

Ein Film von
Petra Höfer
Freddie Röckenhaus
Francesca D‘Amicis
Kamera:
Thomas Schäfer
Simone Pera
Schnitt:
Jörg Wegner
Redaktion:
Wolfgang Homering

Related Films