Mondän!


(13) Sydney

Die 13. Folge der im vergangenen Jahr für den Grimme-Preis nominierten Dokumentarreihe „Mondän!“ bietet zum Auftakt der olympischen Spiele Einblicke ins alltägliche Leben der nicht ganz so feinen Kreise. Wo Schwerstreiche noch surfen und aus Tellerwäschern tatsächlich Millionäre werden.

Die feine Gesellschaft von Sydney? „Crocodile Dundee“-Darsteller und -Schöpfer Paul Hogan kann darüber nur lachen. „Gibt es die?“, fragt der weltweit bekannteste Australier, der mit seinen beiden Filmen über den Krokodil-Bändiger aus dem australischen Outback zum Multimillionär geworden ist. „Wenn ja, dann haben sie mich nie mitmachen lassen.“

Ob es eine feine Gesellschaft im Eldorado der Glücksritter, in der Olympiastadt Sydney, tatsächlich gibt, dieser Frage gehen Petra Höfer und Freddie Röckenhaus gemeinsam mit Co-Autorin Francesca D’Amicis in der neuesten Ausgabe der ZDF-Erfolgsreihe „Mondän!“ nach. Hollywood-Star Paul Hogan etwa ist in Sydney geboren und hat ein Jahrzehnt seines Lebens als Gerüstbauer auf der berühmten Harbour-Bridge gearbeitet, ehe er im Show-Business reich und berühmt wurde. Aber für die feinen Zirkel von Sydney hat er sich nie interessiert. Stattdessen berichtet er von seinen gerade angelaufenen Dreharbeiten zum lange ersehnten dritten „Crocodile Dundee“ – Spielfilm. Diesmal wird der Super-Australier Mick Dundee zwischen Sydney und Los Angeles pendeln.

Mondän! Sydney zeigt das Portrait einer Stadt, die als Sträflingskolonie gegründet wurde und deren Bevölkerung bis heute zum Großteil aus Nachfahren jener „convicts“ besteht – und natürlich aus Einwanderern, die als Habenichtse nach Sydney kamen und von Tellerwäscher-zum-Millionär-Karrieren träumen.
Auch Thomas Keneally, Autor der Romanvorlage zu Steven Spielbergs Film „Schindlers Liste“, ist stolz darauf, ein Nachkomme irischer Sträflinge zu sein. Sein Buch und die Filmrechte für „Schindlers Liste“ haben den gebürtigen Sydneysider zu einem vermögenden Mann gemacht. Doch, sagt Schriftsteller Thomas Keneally, während er auf der Terrasse seines Strand-Hauses freilebende Papageien füttert, Sydney habe schon eine High Society. Aber das seien entweder Neureiche ohne Stil oder eben Nachfahren jener Sträflinge, die die britischen Kolonialherren einst nach Australien entsorgt hatten. Beide findet Thomas Keneally nicht wirklich „vornehm“.

Dabei gibt es jede Spielart von reichen Leuten im reichen Sydney: Rene Rivkin zum Beispiel, stets Zigarre-paffender Sohn russischer Exilanten, ist der Börsenguru der Stadt. Den ganzen Tag kreuzt er auf seiner Yacht durch Sydneys weitverzweigten Naturhafen, macht per Handy seine Geschäfte, ißt zu Mittag mit Super-Model Eva Herzigova, beäugt von bettelnden Pelikanen, wirft zwischendurch sein Anti-Depressivum „Prozac“ ein und fliegt abends mit dem Hubschrauber, der auf dem Achterdeck geparkt ist, zurück zu seiner Villa. Oder Duncan Mount und seine Frau Sally, ein ehemaliges Top-Model, die erst vor zwei Jahren aus Hongkong zurückgekehrt sind und sich sofort die schönste Villa der Stadt, direkt am Wasser, ausgesucht haben. „Ich habe einfach angeklingelt,“ erzählt Investment-Broker Duncan, „und habe den Vorbesitzern 15 Millionen Dollar geboten. Das hat sie überzeugt.“ Das Wohnzimmer der Mounts ist so spektakulär, daß Tom Cruise eine Szene für „Mission Impossible 2″ darin gedreht hat.

Die 13. Folge der 1999 für den Grimme-Preis nominierten „Mondän!“-Reihe führt aber auch in die vielleicht schönste Stadt der Welt. Mit Wellenreitern, Kakadus und wunderschönen Frischluft-Bildern von Sydneys Stränden. Und – wie gewohnt – spektakulären Hubschrauber-Aufnahmen.

Die feine Gesellschaft von Sydney? „Crocodile Dundee“-Darsteller und -Schöpfer Paul Hogan kann darüber nur lachen. „Gibt es die?“, fragt der weltweit bekannteste Australier, der mit seinen beiden Filmen über den Krokodil-Bändiger aus dem australischen Outback zum Multimillionär geworden ist. „Wenn ja, dann haben sie mich nie mitmachen lassen.“

Ob es eine feine Gesellschaft im Eldorado der Glücksritter, in der Olympiastadt Sydney, tatsächlich gibt, dieser Frage gehen Petra Höfer und Freddie Röckenhaus gemeinsam mit Co-Autorin Francesca D’Amicis in der neuesten Ausgabe der ZDF-Erfolgsreihe „Mondän!“ nach. Hollywood-Star Paul Hogan etwa ist in Sydney geboren und hat ein Jahrzehnt seines Lebens als Gerüstbauer auf der berühmten Harbour-Bridge gearbeitet, ehe er im Show-Business reich und berühmt wurde. Aber für die feinen Zirkel von Sydney hat er sich nie interessiert. Stattdessen berichtet er von seinen gerade angelaufenen Dreharbeiten zum lange ersehnten dritten „Crocodile Dundee“ – Spielfilm. Diesmal wird der Super-Australier Mick Dundee zwischen Sydney und Los Angeles pendeln.

Mondän! Sydney zeigt das Portrait einer Stadt, die als Sträflingskolonie gegründet wurde und deren Bevölkerung bis heute zum Großteil aus Nachfahren jener „convicts“ besteht – und natürlich aus Einwanderern, die als Habenichtse nach Sydney kamen und von Tellerwäscher-zum-Millionär-Karrieren träumen.
Auch Thomas Keneally, Autor der Romanvorlage zu Steven Spielbergs Film „Schindlers Liste“, ist stolz darauf, ein Nachkomme irischer Sträflinge zu sein. Sein Buch und die Filmrechte für „Schindlers Liste“ haben den gebürtigen Sydneysider zu einem vermögenden Mann gemacht. Doch, sagt Schriftsteller Thomas Keneally, während er auf der Terrasse seines Strand-Hauses freilebende Papageien füttert, Sydney habe schon eine High Society. Aber das seien entweder Neureiche ohne Stil oder eben Nachfahren jener Sträflinge, die die britischen Kolonialherren einst nach Australien entsorgt hatten. Beide findet Thomas Keneally nicht wirklich „vornehm“.

Dabei gibt es jede Spielart von reichen Leuten im reichen Sydney: Rene Rivkin zum Beispiel, stets Zigarre-paffender Sohn russischer Exilanten, ist der Börsenguru der Stadt. Den ganzen Tag kreuzt er auf seiner Yacht durch Sydneys weitverzweigten Naturhafen, macht per Handy seine Geschäfte, ißt zu Mittag mit Super-Model Eva Herzigova, beäugt von bettelnden Pelikanen, wirft zwischendurch sein Anti-Depressivum „Prozac“ ein und fliegt abends mit dem Hubschrauber, der auf dem Achterdeck geparkt ist, zurück zu seiner Villa. Oder Duncan Mount und seine Frau Sally, ein ehemaliges Top-Model, die erst vor zwei Jahren aus Hongkong zurückgekehrt sind und sich sofort die schönste Villa der Stadt, direkt am Wasser, ausgesucht haben. „Ich habe einfach angeklingelt,“ erzählt Investment-Broker Duncan, „und habe den Vorbesitzern 15 Millionen Dollar geboten. Das hat sie überzeugt.“ Das Wohnzimmer der Mounts ist so spektakulär, daß Tom Cruise eine Szene für „Mission Impossible 2″ darin gedreht hat.

Die 13. Folge der 1999 für den Grimme-Preis nominierten „Mondän!“-Reihe führt aber auch in die vielleicht schönste Stadt der Welt. Mit Wellenreitern, Kakadus und wunderschönen Frischluft-Bildern von Sydneys Stränden. Und – wie gewohnt – spektakulären Hubschrauber-Aufnahmen.

Facts

Erstausstrahlung: 10.September 2000
45 Minuten

    test
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    Geld war zwar auch ein Thema dieser packenden und urkomischen Reportage, spielte aber kaum eine Rolle. So bereichernd kann Realsatire sein, dass kein Neid aufkommt, nur wieder Lust auf Mondänes gleicher Machart

    Kieler Nachrichten / Philine Mannack

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    Interessant und informativ war diese kurze Begegnung mit ungewöhnlichen Typen. Die Krönung: Prinz Lorenzo Montessini, von Beruf Steward und gefragter Gast - weil er Lady Primrose Potter nicht geheiratet hat und mit dem männlichen Trauzeugen durchbrannte. Eine kurzweilige Klatschsendung, aber mit Niveau.

    Weser Kurier / Bremer Nachrichten / Ursula Heinig

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    Es ist immer wieder verblüffend, wie Freddie Röckenhaus und Petra Höfer Zutritt zu den Domizilen der High Society bekommen. Und es ist immer wieder erfrischend, wie gelassen und souverän sie mit dem Bildmaterial umgehen. Die vorzüglichen Bilder von Kameramann Thomas Schäfer werden respektlos durcheinander gewirbelt, so dass die Gesprächspartner gleich mit vom Sockel purzeln.

    Westfälische Rundschau / Tilmann P. Gangloff

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    Die lockeren Interviews sind von der Sonne beschienen, lockende Motive von Strand und Surfen (unerhörterweise mit "Beach Boys"-Sound!) wechseln mit aufregenden Nachtbildern ab. Die 45-minütige Dokumentation will aus Sydney nichts herausholen, was nicht drinsteckt. Also keine High Society, aber sympathische Leute, die wissen, für welchen Wohlstand sie arbeiten.

    Der Tagesspiegel / Joachim Huber

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    Augenzwinkernd berichteten die Autoren Petra Höfer und Freddie Röckenhaus von den (Neu-)Reichen und Schönen in Sydney, die so herrliche Probleme haben wie der durchschnittsverdienende bundesdeutsche TV-Zuschauer eher selten. Was das Vergnügen beim Hingucken allerdings nur noch erhöhte.

    Offenbach Post / Konrad Kaiser

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    Nein, warum der Bumerang krumm ist oder das Känguru einen beutel hat, darum ging es in der neuen Folge der renommierten Society-Reportagereihe"Mondän" nicht. Petra Höfer, Freddie Röckenhaus und Francesca DOEAmicis ging es wieder einmal um schönstes Glamourwatching. Trotz dieses freundlichen Blicks aufs Schöne blieb der Film keineswegs an der Oberfläche. Aus den Statements von Schauspieler Paul Hogan, Börsenmaklern und anderen Mitgliedern der Sydney-Elite bildete sich durchaus ein Eindruck vom Lebensgefühl der Leute.

    Schweriner Zeitung / ski

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    Wie gut, dass man im ZDF schon vorab Informationen über die Olympiastadt lieferte, 45 Minuten am Stück und von hohem Neuigkeits- und Unterhaltungswert.

    Schwarzwälder Bote

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    Nein, versichert Australiens Aktienkönig, Geld mache nicht glücklich; aber es garantiere eine wesentlich angenehmere Form von Unglück. Solche Sätze sind typisch für "Mondän!", jene ZDF-Reihe, die zunächst bloß in Europa, in der zweiten Staffel dann weltweit dem Luxus seine schönsten Seiten abgewonnen hat.

    Stuttgarter Zeitung

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    Aufnahmen von Surfern im Mondlicht oder Sydneys glitzernde Skyline aus dem Hubschrauber machen auch diese Folge von Mondän! wieder zum Augenschmaus.

    Die WELT

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    Tiefere Einblicke hinter die Kulissen der oberen Tausend von Sydney gestatten uns die Autoren nicht. So fällt das Resultat ihrer Reportage denn auch eher bescheiden aus: Mehr als schöne Postkarten-Bilder und ein bißchen Klatsch&Tratsch mit süffisantem Unterton wird in 45 Minuten nicht geboten.

    WAZ

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    Die Autoren der für den Grimme-Preis nominierten"Mondän"-Reihe führen dahin, wo heute noch Tellerwäscher zu Millionären werden, treffen Börsianer in Villen und einen ägyptischen Prinzen, der beinahe in die beste Familie des Landes eingeheiratet hätte.

    Welt am Sonntag

Credits

Ein Film von:
Petra Höfer
Freddie Röckenhaus
Francesca D‘Amicis
Kamera:
Thomas Schäfer
Paul Ree
Schnitt:
Jörg Wegner
Redaktion:
Peter Arens (ZDF)

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