Deutschland von oben 1


Folge 2: Land

Spätestens seit dem Fall des eisernen Vorhangs, der West- und Osteuropa mit seiner bleiernen Grenze quer durch Deutschland teilte, ist unser Land das europäische Transitland Nummer 1. Durch kein Land walzt soviel Durchgangsverkehr, wie über das Autobahnnetz Deutschlands. Stauflieger erfassen machtlos das programmierte Chaos, wenn bei uns der Urlaub ausbricht oder Unfälle den scheinbar endlosen Fluss auf unseren Verkehrkanälen zum erliegen bringen.

Doch so zerschnitten unser Land von Autobahntrassen auch sein mag: Am Himmel gibt es noch viel mehr Transitwege. Millionen von Zugvögeln, von den Rohrspatzen bis zu den Wildgänsen, von den Störchen bis zu den Kranichen, ziehen im Frühjahr und Herbst ihre Bahnen über unser Land. Manche, um in Deutschland den Sommer zu verbringen und Nachwuchs auszubrüten, manche, weil sie auf der Durchreise sind von Zentralafrika bis nach Skandinavien oder umgekehrt. „Deutschland von oben“ fliegt eine Etappe mit den Kranichen auf dem Weg Richtung Süden, schaut den Störchen im norddeutschen Bergenhusen von oben ins Nest und begleitet sie bei ihren lustvollen sommerlichen Thermik-Ausflügen im Elbtal. Aufwendige Animationen, basierend auf GPS-Daten von besenderten Tieren, zeigen in Satellitenbildern die Wege, auf denen die Zugvögel über uns unterwegs sind.

Den Luftraum über Deutschland müssen sich die Vögel, deren Vogelperspektive „Deutschland von oben“ ins Wohnzimmer holt, allerdings mit dem Luftverkehr teilen. Kein Luftraum ist so voll von unsichtbaren Fluglinien und -korridoren wie der deutsche. GPS-basierte Animationen zeigen uns den Dauerbetrieb auf dem zweiten Straßennetz am Himmel und den Start- und Landebetrieb an unseren größten Flughäfen in Frankfurt und München. Doch auch, wer von Wladiwostok nach London fliegt, fliegt über Deutschland. Wie managt und überwacht die Flugsicherungszentrale in Frankfurt den rastlosen Verkehr auf der oberen Etage über uns? Und wie sieht Deutschland aus dem engen Cockpit des Phantom-Jets von Oberstleutnant Jochen Ruff-Stahl aus, wenn er vom Luftwaffen-Stützpunkt im ostfriesischen Wittmund aus zu Übungsflügen im Überschalltempo aufbricht?

Die Perspektive von oben nutzen aber auch andere, von denen man es weniger vermutet. Landwirt Clemens Sjöberg aus Schleswig-Holstein lässt seine Mähdrescher und Traktoren per Satellitensignal steuern, weil seine Maschinen damit zentimetergenau das Feld bestellen und ernten. Und mit moderner Lasertechnik wird das Elbsandsteingebirge aus dem Flugzeug vermessen, um aus den Daten anschließend 3D-Modelle der vielleicht skurrilsten Landschaft Europas zu animieren. Und auch der archäologische Vermessungsspezialist Martin Schaich kann vom Ultraleichtflieger aus den Limes, das längste Boden-Denkmal Europas, zentimetergenau vermessen.

Bei all den Verkehrswegen durch Deutschland und über Deutschland hinweg kann man von ganz oben aber auch eine besondere Überraschung erleben: Die Landschaften, die fast menschenleer dem Zugriff trotzen. In den Berchtesgadener Alpen sind manche entlegene Berghütten kaum anders zu versorgen als mit dem Hubschrauber. Von der Bierdose bis zur neuen Dachrinne: Alles muss eingeflogen werden. In den abgelegenen Gebieten – in Mittelgebirgen, im Elbtal oder am Alpenrand – sieht „Deutschland von oben“ bisweilen aus wie Kanada, Neuseeland oder die Tundra. Die Steinadler haben hier ihre Refugien gefunden. Sky ist einer von ihnen. Fliegen Sie ein Stück weit mit ihm und schauen Sie gemeinsam auf ein Land, das von hier oben manchmal ganz geheimnisvoll und fremd aussieht.

Doch so zerschnitten unser Land von Autobahntrassen auch sein mag: Am Himmel gibt es noch viel mehr Transitwege. Millionen von Zugvögeln, von den Rohrspatzen bis zu den Wildgänsen, von den Störchen bis zu den Kranichen, ziehen im Frühjahr und Herbst ihre Bahnen über unser Land. Manche, um in Deutschland den Sommer zu verbringen und Nachwuchs auszubrüten, manche, weil sie auf der Durchreise sind von Zentralafrika bis nach Skandinavien oder umgekehrt. „Deutschland von oben“ fliegt eine Etappe mit den Kranichen auf dem Weg Richtung Süden, schaut den Störchen im norddeutschen Bergenhusen von oben ins Nest und begleitet sie bei ihren lustvollen sommerlichen Thermik-Ausflügen im Elbtal. Aufwendige Animationen, basierend auf GPS-Daten von besenderten Tieren, zeigen in Satellitenbildern die Wege, auf denen die Zugvögel über uns unterwegs sind.

Den Luftraum über Deutschland müssen sich die Vögel, deren Vogelperspektive „Deutschland von oben“ ins Wohnzimmer holt, allerdings mit dem Luftverkehr teilen. Kein Luftraum ist so voll von unsichtbaren Fluglinien und -korridoren wie der deutsche. GPS-basierte Animationen zeigen uns den Dauerbetrieb auf dem zweiten Straßennetz am Himmel und den Start- und Landebetrieb an unseren größten Flughäfen in Frankfurt und München. Doch auch, wer von Wladiwostok nach London fliegt, fliegt über Deutschland. Wie managt und überwacht die Flugsicherungszentrale in Frankfurt den rastlosen Verkehr auf der oberen Etage über uns? Und wie sieht Deutschland aus dem engen Cockpit des Phantom-Jets von Oberstleutnant Jochen Ruff-Stahl aus, wenn er vom Luftwaffen-Stützpunkt im ostfriesischen Wittmund aus zu Übungsflügen im Überschalltempo aufbricht?

Die Perspektive von oben nutzen aber auch andere, von denen man es weniger vermutet. Landwirt Clemens Sjöberg aus Schleswig-Holstein lässt seine Mähdrescher und Traktoren per Satellitensignal steuern, weil seine Maschinen damit zentimetergenau das Feld bestellen und ernten. Und mit moderner Lasertechnik wird das Elbsandsteingebirge aus dem Flugzeug vermessen, um aus den Daten anschließend 3D-Modelle der vielleicht skurrilsten Landschaft Europas zu animieren. Und auch der archäologische Vermessungsspezialist Martin Schaich kann vom Ultraleichtflieger aus den Limes, das längste Boden-Denkmal Europas, zentimetergenau vermessen.

Bei all den Verkehrswegen durch Deutschland und über Deutschland hinweg kann man von ganz oben aber auch eine besondere Überraschung erleben: Die Landschaften, die fast menschenleer dem Zugriff trotzen. In den Berchtesgadener Alpen sind manche entlegene Berghütten kaum anders zu versorgen als mit dem Hubschrauber. Von der Bierdose bis zur neuen Dachrinne: Alles muss eingeflogen werden. In den abgelegenen Gebieten – in Mittelgebirgen, im Elbtal oder am Alpenrand – sieht „Deutschland von oben“ bisweilen aus wie Kanada, Neuseeland oder die Tundra. Die Steinadler haben hier ihre Refugien gefunden. Sky ist einer von ihnen. Fliegen Sie ein Stück weit mit ihm und schauen Sie gemeinsam auf ein Land, das von hier oben manchmal ganz geheimnisvoll und fremd aussieht.

Facts

Erstausstrahlung: Sonntag, 30. Mai 2010 um 19.30 Uhr, ZDF

    test
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    Das bildschöne ZDF-Großprojekt „Deutschland von oben“ zeigt das Land, wie man es noch nicht gesehen hat. Die permanente Vogelperspektive in diesem Film versetzt einen absichtsvoll in einen sehr angenehmen, leicht rauschhaften Bewusstseins-Schwindel. Außerdem ist Deutschland von oben auch einfach Fernsehen auf der Höhe der Zeit. (…) Vielleicht ist es eine der interessantesten Entwicklungen rund um die brillianten Bilder, dass sie den Sinn schärfen dafür, was in Gefahr ist, und Engagement herausfordern. Eine etwas andere Art Heimatfilm im deutschen Fernsehen.

    Süddeutsche Zeitung / Claudia Tieschky

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    Mit dem Hubschrauber, dem Ultraleichtflugzeug und dem Motorflugzeug war das Team um Petra Höfer und Freddie Röckenhaus mehr als ein Jahr lang unterwegs und hat in HD-Qualität Bilder geschossen, deren Faszination sie durch GPS-gestützte Animationen noch zu steigern wissen. (…) Das ist fast schon anrührend, wird bestens inszeniert und klug eingeordnet von dem Städteforscher Hartmut Häußermann. Es ist Geschichts- und Heimatfernsehen modernster Art, besser als Google Earth, technisch bestechend, bildmächtig und aussagekräftig, ohne dass es vieler Worte bedürfte. (…) Die Reihe“Terra X“, in deren Rahmen der Dreiteiler von Petra Höfer und Freddie Röckenhaus läuft, liefert so aus der Vogelperspektive auch noch den Gegenentwurf zum ZDF-Geschichtsfernsehen Knoppscher Prägung. Echte Überflieger.

    Frankfurter Allgemeine Zeitung / Michael Hanfeld

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    Den Auftakt macht an diesem Sonntag der Blick auf die Städte Deutschlands: 45 Minuten, die derart interessant und prallgefüllt mit Informationen sind, dass man sich mindestens eine Doppelfolge wünscht. (…) Unglaublich, was man alles in eine Dreiviertelstunde packen kann. Den größten Eindruck macht der Film, wenn er zeigt, wie durch den Perspektivwechsel geradezu detektivische Arbeit möglich wird. So ist der Blick auf Regensburg zunächst einmal nur optisch spektakulär. Doch dann sieht man, dass noch heute, im 21. Jahrhundert, die Keimzelle der Stadt – ein Römerlager – erkennbar ist. (…) Diese Zurückbesinnung erdet den beschleunigten Menschen des Globalisierungszeitalters. (…) Schon bemerkenswert, dass Luftaufnahmen dabei helfen können, seine Wurzeln zu entdecken.

    Frankfurter Rundschau, Berliner Zeitung / Marcus Bäcker

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    Zweiter Teil einer grandiosen Luftfahrt über Deutschland. Begeisternde Bilder in HD, Geschichte, Bio, Erdkunde – schön wie Gemälde und spannend wie ein Krimi.

    Bild

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    Es würde den Rahmen sprengen, alle magischen Momente aus „Deutschland von oben“ aufzuzählen und der Versuch, sie zu beschreiben, kann ihnen ohnehin nicht gerecht werden. (…) Die Filme sind beispielhaft für unterhaltsam verpackte Information. Wenn der erste Experte auftaucht, wirkt er in dieser opulenten Bilderkaskade zunächst wie ein Fremdkörper, aber dann ergibt sich durch die Zusammenarbeit mit Archäologen, Stadtforschern und Biologen die nötige Erdung der Dokumentarreihe. (…) Mit Marktanteilen von rund 15 Prozent lag „Deutschland von oben“ auf diesem Sendeplatz weit oben. Ein Beleg dafür, dass selbst bei etablierten öffentlich-rechtlichen Marken Experimente möglich sind.

    epd Medien / Tilmann Gangloff

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    Als Heimatkunde mit Aha-Effekt und ästhetischem Mehrwert könnte man diesen Dreiteiler bezeichnen. Die zum Teil atemberaubenden Luftaufnahmen sind dabei jeweils sinnvoll eingebettet in kurz angerissene Geschichten über steinzeitliche Siedlungsformen oder die Routen der Zugvögel. (…) „Deutschland von oben“ ist modernstes Fernsehen im besten Sinn. Motiviert ist der Blick von oben durch den Drang, dem Betrachter durch die privilegierte Perspektive spezifische Informationen zu erschließen. (…) Ansosnten haben Petra Höfer und Freddie Röckenhaus wieder einmal eine imponierende Produktion abgeliefert, was sich nicht zuletzt in der außergewöhnlich großen Publikumsresonanz wiederspiegelte. Die beiden Autoren haben beispielsweise auch in ihrer dreiteiligen Dokumentation „Expedition ins Gehirn“ über Asperger-Autisten und in ihrem Zweiteiler „Das Imperium der Viren“ gezeigt, dass sie große Spezialisten sind, die wissenschaftliche Themen kurzweilig, spannened, ästhetisch ansprechend und dabei auch hintergründig vermitteln können.

    Funkkorrespondenz / Manfred Riepe

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    Schöner, höher, weiter. Die Terra X-Doku Deutschland von oben setzt mit Bildern aus der Vogelperspektive neue Maßstäbe.

    HörZu / Michael Tokarski

Credits

Buch, Regie, Produktion: Petra Höfer und Freddie Röckenhaus

Helikopter Kamera: Peter Thompson

Kamera: Marcus von Kleist, Johannes Imdahl, Thomas Schäfer, Torbrjörn Karvang, Thomas von Kreisler, Hanno Hart u.a.

Schnitt: Jörg Wegner, Maren Grossmann

Realisatoren: Friederike Schmidt-Vogt, Susanne Rostosky, Francesca D`Amicis, Kay Schlasse, Sandra Schmidt

Produktionsleitung: Svenja Mandel

Sprecher: Leon Boden

Redaktion: Friederike Haedecke (ZDF), Alexander Hesse (ZDF)

Eine Produktion von colourFIELD im Auftrag des ZDF

Alle Credits

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