Das Imperium der Viren


Folge 1: Lautlose Killer

Im 20. Jahrhundert, so haben Wissenschaftler berechnet, wurden mehr Menschen durch Viren getötet, als durch alle Kriege weltweit. Und das, davon sind viele Virologen überzeugt, war erst der Anfang. Denn zum einen haben wir gegen die meisten Virus-Infektionen bisher keine Impfstoffe gefunden und zum anderen werden immer mehr bisher unbekannte Keime aus zuvor unberührten, entlegenen Regenwaldzonen in unsere überbevölkerten Städte eingeschleppt. Meist gelingt es dabei den unsichtbaren Viren, von Tieren auf Menschen überzuspringen, deren Immunsystem keine Gegenmittel gegen diese lautlosen Killer hat. Der 2008 verstorbene amerikanische Nobelpreisträger Joshua Lederberg brachte den ungleichen Kampf mit den unsichtbaren Killern auf die Formel: „Viren sind unsere einzigen Konkurrenten um die Herrschaft auf diesem Planeten.“

Beeindruckende 3D-Animationen, die für diese Reihe produziert wurden, machen die für das Auge unsichtbaren Viren und ihren Zerstörungskampf gegen menschliche Zellen sichtbar. Der erste der beiden Doku-Thriller der Reihe „Das Imperium der Viren“ zeichnet in einer aufwendig nachinszenierten Spielhandlung exemplarisch den Ausbruch des SARS-Virus nach. 2003 nahm das bis dahin unbekannte Virus von Hongkong aus Anlauf, die Welt zu erobern.

Der chinesische Arzt Dr. Liu infizierte dabei innerhalb weniger Stunden 17 Hotelgäste, die das neue, tödliche Virus binnen weniger Tage über den Globus verteilten. Ob Hanoi, Toronto, Singapur oder Frankfurt: Überall landete SARS im Körper infizierter Menschen und löste überall Epidemien aus. Zu den ersten Fahndern auf der Spur des wochenlang nicht identifizierbaren Virus gehörte der italienische Arzt Carlo Urbani, der im Namen seiner Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ kurz zuvor den Friedensnobelpreis entgegen genommen hatte. Urbani aber erkrankt selbst.

Zum ersten Mal verwendet „Das Imperium der Viren“ die spannende Mischung aus inszenierter Spielhandlung, optisch anspruchsvollen Reportage-Elementen, Interviews mit den führenden Experten der Welt und atemberaubenden 3D-Animationen aus dem Körper.

Die besten Virologen und Epidemiologen wurden für „Das Imperium der Viren“ vor die Kamera geholt: So etwa Albert Osterhaus aus Rotterdam, Nathan Wolfe aus Los Angeles, John Oxford aus London oder Christian Drosten vom Hamburger Institut für Tropenmedizin. Sie alle warnen: SARS konnte gestoppt werden, andere Keime, wie das Aids-Virus HIV fordern Millionen von Opfern jedes Jahr – doch eine nächste Welle, etwa mit einem Vogelgrippe-Virus, könnte ähnlich verheerende Folgen haben wie die „spanische Grippe“ im Jahr 1918. Damals starben binnen weniger Monate über 50 Millionen Menschen. Zweieinhalbmal soviel Opfer, wie sie der 1. Weltkrieg gefordert hatte. SARS, so glauben die Experten, war nur ein harmloser Probelauf für das, was eine neue Grippe-Mutation auslösen wird. Ein Mittel dagegen gibt es bisher nicht.

Die Autoren Petra Höfer, Freddie Röckenhaus und Francesca D‘Amicis haben zuvor unter anderem die viel beachtete Reihe „Expedition ins Gehirn“ produziert, den 2007 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichneten Doping-Zweiteiler „Blut und Spiele“ oder die Kult-Doku-Serien „Mondän!“ und „Tropenfieber“. „Das Imperium der Viren“ entstand in Co-Produktion mit einer Reihe von europäischen Sendern. Neben Radio Bremen, Arte und WDR sind etwa die RAI in Italien, RTÉ Irland, YLE Finnland oder UR Schweden beteiligt. Gedreht wurde in Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Dänemark, Niederlande, Großbritannien, der Ukraine, den USA, Brasilien, Gabun/Afrika, Kongo, Hongkong und Indonesien .

Beeindruckende 3D-Animationen, die für diese Reihe produziert wurden, machen die für das Auge unsichtbaren Viren und ihren Zerstörungskampf gegen menschliche Zellen sichtbar. Der erste der beiden Doku-Thriller der Reihe „Das Imperium der Viren“ zeichnet in einer aufwendig nachinszenierten Spielhandlung exemplarisch den Ausbruch des SARS-Virus nach. 2003 nahm das bis dahin unbekannte Virus von Hongkong aus Anlauf, die Welt zu erobern.

Der chinesische Arzt Dr. Liu infizierte dabei innerhalb weniger Stunden 17 Hotelgäste, die das neue, tödliche Virus binnen weniger Tage über den Globus verteilten. Ob Hanoi, Toronto, Singapur oder Frankfurt: Überall landete SARS im Körper infizierter Menschen und löste überall Epidemien aus. Zu den ersten Fahndern auf der Spur des wochenlang nicht identifizierbaren Virus gehörte der italienische Arzt Carlo Urbani, der im Namen seiner Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ kurz zuvor den Friedensnobelpreis entgegen genommen hatte. Urbani aber erkrankt selbst.

Zum ersten Mal verwendet „Das Imperium der Viren“ die spannende Mischung aus inszenierter Spielhandlung, optisch anspruchsvollen Reportage-Elementen, Interviews mit den führenden Experten der Welt und atemberaubenden 3D-Animationen aus dem Körper.

Die besten Virologen und Epidemiologen wurden für „Das Imperium der Viren“ vor die Kamera geholt: So etwa Albert Osterhaus aus Rotterdam, Nathan Wolfe aus Los Angeles, John Oxford aus London oder Christian Drosten vom Hamburger Institut für Tropenmedizin. Sie alle warnen: SARS konnte gestoppt werden, andere Keime, wie das Aids-Virus HIV fordern Millionen von Opfern jedes Jahr – doch eine nächste Welle, etwa mit einem Vogelgrippe-Virus, könnte ähnlich verheerende Folgen haben wie die „spanische Grippe“ im Jahr 1918. Damals starben binnen weniger Monate über 50 Millionen Menschen. Zweieinhalbmal soviel Opfer, wie sie der 1. Weltkrieg gefordert hatte. SARS, so glauben die Experten, war nur ein harmloser Probelauf für das, was eine neue Grippe-Mutation auslösen wird. Ein Mittel dagegen gibt es bisher nicht.

Die Autoren Petra Höfer, Freddie Röckenhaus und Francesca D‘Amicis haben zuvor unter anderem die viel beachtete Reihe „Expedition ins Gehirn“ produziert, den 2007 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichneten Doping-Zweiteiler „Blut und Spiele“ oder die Kult-Doku-Serien „Mondän!“ und „Tropenfieber“. „Das Imperium der Viren“ entstand in Co-Produktion mit einer Reihe von europäischen Sendern. Neben Radio Bremen, Arte und WDR sind etwa die RAI in Italien, RTÉ Irland, YLE Finnland oder UR Schweden beteiligt. Gedreht wurde in Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Dänemark, Niederlande, Großbritannien, der Ukraine, den USA, Brasilien, Gabun/Afrika, Kongo, Hongkong und Indonesien .

Facts

Erstausstrahlung
Folge 1: Donnerstag, 13. November 2008, 20.15 Uhr, arte

    test
  • Feedback

    Was wurden in Frankfurt nicht alles schon für Filme gedreht. Für einen solchen indessen, wie ihn der Kultur-Fernsehsender Arte gerade abgedreht hat, dürfte es bislang nichts Vergleichbares in der Kollektion der Frankfurt-Filme geben. Schauplatz des Geschehens ist die High-Tech-Isolierstation der Universitätsklinik. Im Rahmen der Arte-Doku-Reihe «Das Imperium der Viren» wird der spektakuläre wie dramatische Fall der hoch ansteckenden Virus-Erkrankung SARS nachgespielt. (…) Der Dokumentarfilm (…) wird auch zeigen, wie eng und koordiniert die Ärzte der Uniklinik mit dem Stadtgesundheitsamt und dem hessischen Sozialministerium einerseits, mit den Wissenschaftlern des Hygiene-Instituts und weiterer Forschungs-einrichtungen andererseits zusammenarbeiten. (…) Die Produktionsfirma Colourfield hat den Fall nachgedreht – am Originalschauplatz Uniklinik und mit den Protagonisten vor der Kamera, die seinerzeit beim Kampf gegen SARS ebenfalls an der Front standen: Prof. Brodt zum Beispiel und der Arzt Timo Wolf, dazu das Personal von Feuerwehr und Frankfurter Flughafen. (…) Profitiert habe das Produktionsteam vom persönlichen Engagement der Klinikmitarbeiter. «Da haben alle mitgemacht», sagt Timo Wolf.

    (Frankfurter Neue Presse)

  • Feedback

    Prunkstück des zweiteiligen Doku-Dramas „Das Imperium der Viren“ von Petra Höfer, Freddie Röckenhaus und Francesca D´Amicis sind die in der britischen Zauberschmiede 422 entstandenen Animationen. Die Qualität der Trickbilder ist derart bestechend, dass es einem kalt den Rücken runterläuft. Kein Wunder, dass das Werk zumal diesen Aufnahmen seine beunruhigende Wirkung verdankt. Wie durch Zauberei scheint die Kamera in die von Viren befallenen Patienten einzutauchen; in Lungen und Blutbahnen wird man Zeuge, wie sich die Eindringlinge im Nu milliardenfach reproduzieren, um dann ihren Wirtskörper in den sicheren Tod zu treiben. Aber auch die Verpackung für die Tricktechnik geht unter die Haut. (…) Dass dieses durchaus komplexe Thema so verständlich dargeboten wird, liegt auch an der Vielzahl von Gesprächen mit diversen Virologen. Die Auswahl dieser Experten steht für eine weitere Qualität der Produktion: Zwar müssen die Aussagen der internationalen Wissenschaftler übersetzt werden, aber das gilt nur für den Inhalt, nicht für die Wortwahl – man braucht kein Mikrobiologe sein, um ihnen folgen zu können. Die Gestaltung tut ein Übriges, um zu verhindern, dass man sich trotz des morbiden Inhalts alsbald ganz krank fühlt. (…) Und angesichts der finsteren Aussichten ist es durchaus beruhigend, wenn die schlechten Nachrichten von einem derart angenehmen Sprecher wie Benjamin Völz überbracht werden.

    (Kölner Stadtanzeiger)

Credits

Buch, Regie, Produktion: Petra Höfer, Freddie Röckenhaus und Francesca D’Amicis

Darsteller: Bernhard Bauer (Carlo Urbani), Ilaria Restifo (Giuliana Urbani), Hiromi Tojo (Prof. Liu), Sheng Yang (Johnny Chen), Ya Li Abbrederis (Frau Kwan)

Kamera: Johannes Imdahl, Samir Saad, Thomas Schäfer, Marcus von Kleist, Sean Healey, Axel Petrovan

Schnitt: Jörg Wegner

Produktionsleitung: Svenja Mandel

Sprecher: Benjamin Völz

Redaktion: Britta Susann Lübke (Radio Bremen), Gabriele Conze (WDR Köln)

Eine Produktion von colourFIELD im Auftrag von Radio Bremen, ARTE, WDR Köln

Alle Credits

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